An dieser...

. . . Stelle hat er schon oft über seinen Garten geschrieben – dieses kleine Fleckchen Erde, das ihm Ausgleich in turbulenten Zeiten schenkt, in dem er Ruhe findet, wenn alles zu laut ist und zu schnell – ein Fleckchen, das ihn im wahrsten Sinne des Wortes erdet.

Auch die Gartenarbeit findet Uhlenköper gar nicht so dramatisch. Denn der Garten ist eher ein Gärtchen. Überschaubar, gut zu bewältigen und doch so reich an kleinen Kostbarkeiten: Englische Rosenbüsche sind eingerahmt von Buchsbaumhecken, Lilien wachsen im Schatten alter Fliederbäume, Himbeeren reifen mit Walderdbeerchen und Erbsen um die Wette und an den rostigen Metallzäunen sonnen sich die Libellen. Unser Mann genießt das Grün um sich herum, das Miteinander mit Vögeln, Igeln und Regenwürmern. Nur einen Haken hat die Sache inzwischen bekommen: Er ist arbeitslos geworden. Es gibt nichts mehr zu tun. Außer Rasenmähen, versteht sich. Das geht immer. Aber: keine neuen Rosenbüsche, keine neuen Hortensien, keine weiteren Buchsbaumkugeln mehr. Es ist kein Platz! Also ist die Zeit angebrochen, die er eigentlich immer herbei gesehnt hat – die Zeit des Faulenzens und Genießens im Garten. Und damit hat gerade so seine Probleme, der.

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