Landesnahverkehrsgesellschaft prüft offenbar Modernisierung der Strecke zwischen Lüneburg und Dannenberg

Zwei-Stunden-Takt für die Wendlandbahn?

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Der Erixx auf der Strecke Lüneburg-Dannenberg hat zuletzt deutlich mehr Fahrgäste befördert.

rg Lüneburg//Dannenberg. Auf der Bahnstrecke Lüneburg-Dannenberg, der sogenannten Wendlandbahn, könnte es künftig deutlich zügiger vorangehen – und auch noch öfter.

Die Niedersächsische Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) prüft nämlich offenbar, ob und wie die Strecke zu modernisieren wäre – und was das für einen Aufwand bedeuten würde. Das hat Elbtalaues Samtgemeindebürgermeister Jürgen Meyer (parteilos) erklärt.

Zuletzt waren die Passagierzahlen auf der Strecke nämlich deutlich gestiegen – und es könnten noch mehr Menschen auf die Bahn umsteigen, wenn sie sich denn auf der Strecke in die Salzstadt oder von dort nach Dannenberg zu einer echten Alternative entwickeln würde. Preislich ist sie es ja jetzt schon – seit der Aufnahme in das Tarif-Netz des HVV.

Bislang fährt nur alle drei Stunden ein Zug, am späteren Abend gar keiner, und die Fahrtzeit kann mit jener eines Autos bei Weitem nicht mithalten. Mit der Übernahme der Strecke durch den Betreiber Erixx und die Aufnahme der Strecke in den Tarif des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) hat sich zwar einiges getan, die Fahrten wurden deutlich günstiger und sehr viel bequemer und komfortabler – allein der große Durchbruch fehlt. Doch der könnte jetzt kommen: Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) hat angekündigt, die Strecke neu zu beplanen, zu investieren – und so sowohl die Geschwindigkeit der Züge zu erhöhen und die Reisezeit zu verkürzen als auch den Takt zu erhöhen. Und das alles in den kommenden drei bis vier Jahren. Dann, so heißt es, würde alle zwei Stunden ein Zug fahren – und die Fahrt soll nur noch 51 Minuten dauern.

Die LNVG hatte den Betrieb der Strecke 2012 an das Unternehmen Erixx vergeben, eine OHE-Tochter wie der Metronom. Seit einigen Jahren fährt Erixx auf der Strecke mit von der LNVG zur Verfügung gestellten Zügen.

Jürgen Meyer, Bürgermeister der Samtgemeinde Elbtalaue, ist fest überzeugt, dass die Pläne umgesetzt werden: Weil die Passagierzahlen gestiegen seien, so Meyer. Und zwar deutlich. Daher nun auch die Ankündigung der LNVG, eine Modernisierung der Strecke zu prüfen. Denn immerhin wären Investitionen in Millionenhöhe nötig: Von vier bis fünf Millionen Euro sprach man 2012.

Es werde wohl darauf hinauslaufen, dass einige der Zwischenstopps aufgegeben werden, sagt Jürgen Meyer. Vier Stück, drei davon im Landkreis Lüneburg, einer in Lüchow-Dannenberg – und zwar jener in Leitstade. Die Zustiegszahlen dort seien jedoch „verschwindend gering“, so Meyer, so dass er die Schließung für vertretbar halte. Im Gegenzug nämlich habe die Samtgemeinde Dahlenburg angekündigt, den Bahnhof Göhrde in Breese am Seißelberge auszubauen – der in unmittelbarer Nähe zu Leitstade liegt.

Auch einige unbeschrankte Bahnübergänge müssten geschlossen werden, kündigte Meyer an. Andere müssten nachgerüstet werden. Auch das werde Gegenstand der Untersuchung sein. Zudem sollen die Bahnsteige der Bahnhöfe angepasst werden. Unerfüllt bleibe hingegen wohl der Wunsch nach zumindest einem Zug, der von Dannenberg bis Hamburg durchfährt.

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