Wiedereröffnung im August

Die Kirchen-Renovierung kann dank der 20 000-Euro-Spende vorangehen: Anne -Marie Kruskop, Pastor Jürgen Bade, Rainer Schubert, Loni Franke und Dieter Holzenkämpfer (von links). Foto: Wendlandt

lf Bienenbüttel. Auch wenn die Scheckübergabe des Förderkreises Kirche e.V. an den Kirchenvorstand Bienenbüttel „nur“ eine symbolische Geste sein sollte, für die Akteure war es weitaus bedeutender. Mehr als 20 000 Euro hat der junge Förderkreis für die Kirchenrenovierung gesammelt und damit für den nötigen Eigenmittelanteil gesorgt, der beim Einwerben von Fördergeldern nötig ist.

„Wir sind überrascht, wie groß der Wunsch nach funktionierender Kirche – und dazu gehört auch ein intaktes Gebäude – in Bienenbüttel ist“, fasst Dieter Holzenkämpfer die Motivation der Spender zusammen. Als Vorsitzender des Förderkreises und Bürgermeister a.D. kann er den Ort und seine Bereitschaft, etwas zu bewegen, gut einschätzen. „Sicher war ich mir nicht, dass wir diesen hohen Betrag schaffen würden, aber in letzter Konsequenz ist auf die Bienenbütteler immer Verlass.“

„Dieses Geld ist sehr gut angelegt. Spätestens im August können sich die Bienenbütteler bei der feierlichen Wiedereröffnung selbst davon überzeugen.“ Mit diesen Worten lädt Pastor Jürgen Bade alle Bienenbütteler schon heute herzlich dazu ein. Dass Spendengelder zu hundert Prozent in der Kirchengemeinde bleiben, ist ein wichtiges Anliegen des Förderkreises und wurde mit dieser Aktion erneut in die Tat umgesetzt.

Doch das Ende dieser erfolgreichen Aktion ruft neue Ziele auf den Plan. Denn was schon lange auf sich warten lässt, ist der barrierefreie Aufgang zur Kirche. Vielfach angekündigt und aus verschiedenen Gründen nicht umgesetzt, heißt aber nicht aufgehoben. So wird sich der Förderkreis ab sofort auch diesem Anliegen vieler Bienenbütteler widmen.

Im Rahmen der Dorferneuerung wird in 2012 die Kirchenkreuzung zum Kreisverkehr umgebaut. In diesem Zusammenhang soll auch der behindertengerechte Aufgang zur Kirche geschaffen werden. „Wir hängen uns an diese im Rahmen der Dorferneuerung geförderte Maßnahme, weil wir so Geld sparen können“, erklärt der Vorstand des Förderkreises unisono. Nach Ansicht aller Beteiligten soll gewährleistet werden, dass die bauliche Veränderung stilsicher und unter den Gesichtspunkten des Denkmalschutzes zum Ensemble Kirche, Pfarrhaus und Gemeindehaus passt. Straße, Kreuzung und Kirche ergeben einen wichtigen Baustein zum neuen Outfit des Kernortes und sollten sich dem neuen Gesicht Bienenbüttels anpassen.

Das kostet Geld, viel Geld. Auch wenn Fördermittel fließen. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf rund 45 000 Euro. Rechnet man Mittel aus der Dorferneuerung, Zuschüsse vom Kirchenkreis und bereits eingegangenen Spenden ab, klafft eine Finanzierungslücke von rund 15 000 Euro, die der Förderkreis einwerben möchte. Und so lautet der neue Aufruf „Zutritt für alle – spenden Sie für den barrierefreien Zugang zu Ihrer Kirche!“.

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