Bienenbüttel: Internationale Wettkämpfe zum 130. Geburtstag

Werbung für die Feuerwehr

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Hingucker und Publikumsliebling: Die Minifeuerwehrleute aus Haby in Schleswig-Holstein. Die Mitglieder sind im Alter von drei bis zehn Jahren.

Bienenbüttel. Es war schon ein besonderes Wochenende für die Freiwillige Feuerwehr Bienenbüttel – im Rahmen des 130. Geburtstages der Wehr, die traditionellen internationalen Feuerwehrwettbewerbe des Deutschen Feuerwehrverbandes auszurichten.

Bereits zum siebten Mal waren die Bienenbütteler Veranstalter dieser Wettbewerbe.

Insgesamt 44 Gruppen, also rund 500 Feuerwehrmänner und -frauen waren nach Bienenbüttel gereist, um sich im sportlichen Wettkampf zu messen. Unter ihnen auch die heimlichen Stars der Veranstaltung: die Kinderfeuerwehr Haby aus Schleswig-Holstein. Die Feuerwehrmänner und -frauen der übernächsten Generation zeigten mit der Ausrüstung von vorgestern wie ein perfekter Löschangriff ausgeführt wird. Die Minifeuerwehrleute im Alter von drei bis zehn Jahren, wurden von ihrem „Chef“, Lutz Fiß, Gemeindewehrführer in Haby, mit Rasentrecker, ausgerüstet mit Blaulicht und Martinshorn, auf kleinen Gartenstühlen auf dem Anhänger sitzend vorgefahren. Abgesessen, angetreten und sofort die Lage erkundet: „Starke Hitzeentwicklung bei einem Fahrzeug“ festgestellt und Kommando „löschen“ gegeben. Die Wasserversorgung wurde aufgebaut und mittels zweier Handpumpen das Wasser durch die Schläuche zum Ziel gebracht. Nach wenigen Minuten war die Lage unter Kontrolle, laut wurde das Kommando „Wasser halt“ gegeben. Schmunzelnd wurde die Vorführung mit großem Beifall der erwachsenen Feuerwehrkollegen belohnt.

Auf dem Sportplatz hingegen maßen sich die Feuerwehrmänner und – frauen im sportlichen Wettkampf. Konzentriert bereiteten sich die einzelnen Wettkampfgruppen vor. Auf einem Extraplatz bestand die Möglichkeit zum letztmaligen Üben vor dem spannenden Einsatz. Alle Mannschaften gaben ihr Bestes.

Extra für diese Veranstaltung war die Feuerwehr aus Mistelbach in Österreich angereist. Sie landeten auf Platz zwölf in der Pokalwertung Feuerwehren Klasse A. Sie nutzten ebenfalls die Gelegenheit zur Abnahme der Bundesleistungsabzeichen in Silber und Bronze. Sieger mit einer Gesamtpunktzahl von 397,50 wurde die Mannschaft aus Neuweiler in Baden-Württemberg. Die Mannschaft aus Bienenbüttel belegte mit 374 Punkten Platz 18.

Im Rahmen der Veranstaltung hatte die Gemeinde Bienenbüttel zu einem Festempfang ins Rathaus eingeladen. Zahlreiche Vertreter aus Rat, Verwaltung, Landes- und Bundespolitik hatten sich zu diesem besonderen Anlass eingefunden. Bürgermeister Heinz-Günter Waltje lobte den persönlichen Einsatz für den Dienst am Nächsten und das Engagement, ein solches Event zu organisieren: „Veranstaltungen wie diese hier ermöglichen es, Freundschaften zu schließen und auch zu pflegen. Getreu dem Motto: Frieden durch Freundschaft.“

Landesbranddirektor Jörg Schallhorn zeigte sich von dem Bienenbütteler Engagement beeindruckt, schlug aber auch nachdenkliche Töne an: „Wie geht die Entwicklung der Feuerwehren weiter? Langfristig sind die Wehren gefährdet. Mit dieser Veranstaltung haben Sie eine großartige Werbung für die Feuerwehr und auch die Region gemacht.“

Von Meike Bornemann

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