Peter Dittrich gibt nach mehr als 30 Jahren den Vorsitz der WTG Bienenbüttel ab

Wenn alle an einem Strang ziehen

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Über 30 Jahre war Peter Dittrich im Vorstand der Wirtschafts- und Tourismusgemeinschaft Bienenbüttel, die vergangenen neun sogar als ihr Vorsitzender. Jetzt übergibt er das Ruder an einen Nachfolger.

Bienenbüttel. „Wenn man etwas erreichen will, ist es das A und O, miteinander und nicht gegeneinander zu arbeiten“, sagt Peter Dittrich, Vorsitzender der Wirtschafts- und Tourismusgemeinschaft Bienenbüttel (WTG), mit bedächtiger Stimme.

Nach 30 Jahren im Vorstand und knapp neun Jahren als Vorsitzender wird er am Mittwoch, 17. Juni, um 19 Uhr das Steuerruder bei der Jahreshauptversammlung der WTG übergeben.

„Bienenbüttel hat sich immer kontinuierlich vorwärts bewegt“, sagt der 59-Jährige über seinen Geburtsort. Der Grund: Die Gemeinde liege zwischen Lüneburg und Uelzen ideal für Pendler. In knapp 40 Minuten könne man Hamburg mit dem Zug erreichen. Auch die Bundesstraße sei von Vorteil und locke nicht nur Neubürger in den Ort, sondern auch Unternehmen. „Von dem Zuzug profitieren vor allem die Einzelhändler“, sagt Dittrich, der als selbstständiger Industrie- und Handelsvertreter in ganz Deutschland auf Messen unterwegs ist. Der Zuwachs an Geschäften sei natürlich nicht so groß, wie der der Bevölkerung. Aber in Bienenbüttel gebe es außer Fachärzten alles, was die Einwohner zum Leben benötigten.

„Um diese kleinen Standortvorteile weiter ausnutzen zu können, muss man aber beständig bei der Sache bleiben. Das ist nur möglich, wenn alle an einen Strang ziehen“, sagt Dittrich und unterstreicht das Gesagte mit einer Handbewegung. Gegenseitiges Vertrauen sei ihm dabei besonders wichtig, etwa bei Gesprächen mit der Gemeinde. „Wenn ich gemerkt hätte, dass ich mit den Leuten nicht klar komme, wäre ich nie 30 Jahre dabei geblieben“, stellt Dittrich klar.

Wobei es die WTG in ihrer heutigen Form noch nicht gab, denn Wirtschaft und Tourismus gingen damals getrennte Wege, als Dittrich in den 80er Jahren anfing, sich für die Wirtschaft vor Ort einzusetzen. Auch Bienenbüttel selbst sei übersichtlicher gewesen. „Aus meiner Generation kennt wirklich jeder jeden“, erinnert sich Dittrich.

Im Tourismus gebe es momentan zwei Trends: Die Zahl derer, die lange Urlaub in Bienenbüttel machten, nehme ebenso ab wie in anderen Heideorten. Dafür kämen immer mehr Menschen übers Wochenende mit dem Wohnmobil oder Gäste, die Kanutouren auf der Ilmenau unternehmen.

Ein bestelltes Feld möchte der passionierte Gärtner seinen Nachfolgern aber nicht überlassen, er stellt klar: „Das würde ja heißen, das alles schon erledigt ist und perfekt läuft. Aber wenn Bienenbüttel und die WTG weiterhin Erfolg haben wollen, muss weiter jedes Detail verbessert werden.“

Von Lars Lohmann

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