Arbeiten an Bahnhofstraße fast abgeschlossen / Gemeinde prüft Gutachten

Straße noch nicht abgenommen

Arbeit in Grau-Rot: Die Ausbesserungsarbeiten am Pflaster der Bahnhofstraße Bienenbüttel sind fast abgeschlossen. Derzeit werden noch Fahrradbügel aufgestellt. Zudem muss Politik und Verwaltung beraten, wie die Beete gestaltet werden sollen. Foto: Wendlandt

Bienenbüttel. Die Reperaturarbeiten an der Bienenbütteler Bahnhofstraße und der Kurzen Straße sind weitestgehend abgeschlossen und auch das Gutachten zu den Straßen liegt inzwischen vor – das berichtete Bienenbüttels Bürgermeister Heinz-Günter Waltje auf der vergangenen Gemeinderatssitzung.

Das Gutachten soll nun von Bauamtsleiter Uwe Gundlach bewertet werden. Erst dann wird entschieden, ob die überarbeiteten Straßen von der Gemeinde abgenommen werden – denn bisher ist das noch nicht geschehen. Waltje: „Wir müssen nun auch noch entscheiden, ob wir ein weiteres Mal einen Planografen über das Pflaster fahren lassen. Das würde zwar nochmal ein paar Scheine kosten, aber dafür hätten wir eine wichtige Sicherheit. “ Schon vor einigen Wochen hatte die Gemeinde die Straßen durch einen Planografen untersuchen lassen. Aufgrund der dadurch festgestellten Unebenheiten wurde das Pflaster noch einmal überarbeitet.

Die Bahnhofstraße und die Kurze Straße in Bienenbüttels Ortskern wurden im vergangenen Jahr vollkommen auf links gedreht. Ein breites, rotes Pflaster sollte vor allem die Bahnhofstraße mit ihren vielen Geschäften zur Flaniermeile werden lassen. Rund eine Million haben alle Umgestaltungsmaßnahmen zusammen gekostet – ein Großteil wurde gefördert. Inzwischen musste das Pflaster der Bahnhofstraße und der Kurzen Straße mehrfach wieder aufgenommen werden, weil extreme Unebenheiten entstanden waren. Der Grund hierfür: Die Baufirma hatte falsches Pflasterbettmaterial verwendet. Durch zu viele Feinstanteile konnte eindringendes Wasser nicht abfließen. Die Steine „schwammen“ förmlich auf dem Unterbau (die AZ berichtete).

Zu klären bleibt, warum die roten Steine nach Regenfällen teilweise weiß wirken. „Wir haben uns für ein teures Pflaster entschieden. Warum das passiert, muss untersucht werden“, sagte Waltje. „Ich kann nur spekulieren, dass das vielleicht auch an dem Verdichtungsmaterial liegt.“

Beschwerden von Anwohnern, dass das neue Pflaster zu einer erhöhten Lärmbelästigung führe, werden derweil zunächst keine Folgen haben. Waltje: „Die Veränderungswünsche werden nicht durchgeführt“, sagte Waltje. Demnach wird es keine verkehrsberuhigenden Maßnahmen wie Bodenwellen oder zusätzliche Temposchilder geben. Auch eine Unterteilung in Rad- und Fußwege – ein Vorschlag, der in der Bürgerfragestunde kurz anklang – soll es in der Bahnhofstraße nicht geben. Gleichberechtigt sollen Rad- und Autofahrer die Straße nutzen.

Von Wiebke Brütt

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