Ilmenauradweg an Kreisgrenze soll erneuert werden / 60 000 Euro Kosten

Stopfen des „Matschlochs“

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Wenn Regen fällt, wird der Abschnitt des Ilmenauradweges Richtung Kreisgrenze schwer zu befahren. Das soll sich nun mit einer Erneuerung im Norden des Landkreises ändern.

Bienenbüttel. Die Einheitsgemeinde will den Ilmenauradweg zwischen Hohenbostel und Deutsch-Evern erneuern. Er sei in einem sehr schlechten Zustand, so die Eingabe der Verwaltung für den vergangenen Bauausschuss in Bienenbüttel.

Den Weg, der auch von der Landwirtschaft genutzt werde, könnte man mit zwei Betonspurbahnen verbessern. Darauf einigte sich nun der Bauausschuss.

Ob der Ausbau nötig wäre, da zeigte sich Arnold Witthöft (SPD/Stefan Waltje-Gruppe) skeptisch. „Da mittenmang eine Teerbahn – das passt doch gar nicht in die Natur. 90 bis 95 Prozent des Weges lassen sich auch so super fahren“, meinte er. „Wir hatten jetzt eine lange Trockenphase, ging das“, erwiderte der Leiter des Fachbereichs Bau, Uwe Gundlach, „das sah aber auch mal anders aus. Wenn Regen fällt, ist an Fahrradfahren überhaupt nicht zu denken.“ Bürgermeister Dr. Merlin Franke meinte außerdem: „Wir reden über den Ilmenauradweg, ein touristisches Highlight mit eigener Internetseite und hoher Bedeutung. Und der einzige Ort, wo er einem Matschloch gleich, ist in der Gemeinde Bienenbüttel.“

Laut geschätzten Zahlen des Rathauses würde der Ausbau des kompletten Radweges zwischen Hohenbostel und der Gemeindegrenze 180 000 Euro kosten. In einem Fördertopf des „Leader“-Projektes stünden noch 45 000 Euro bereit. Als Fördermittel – bei einem Anteil von 75 Prozent – würde das für ein Drittel des Weges reichen: Ein Drittel des Weges, etwa 500 Meter, würde 60 000 Euro kosten, davon blieben dann also nach Abzug der 75 Prozent aus Leader-Mitteln 15 000 Euro für die Gemeinde. Der schlechteste Teil des Weges liegt an der Gemeindegrenze. Die Nachbargemeinde Deutsch Evern im Landkreis Lüneburg plane laut Verwaltung ebenfalls, ihren Teil des Weges nördlich der Kreis- und Gemeindegrenze zu erneuern. Deshalb sei es praktisch, die Erneuerung des Weges am nördlichen Rand der Gemeinde südwärts zu beginnen.

Witthöft ließ sich umstimmen, Victoria Koke (Grüne) warf allerdings ein, dass es sie wundere, dass bei dem touristischen Highlight gestattet sei, ihn mit landwirtschaftlichen Geräten zu befahren. Dennoch einigte sich der Ausschuss und stimmte geschlossen für die Erneuerung. Ratsmitglied Alfred Meyer erklärte außerdem, dass man ein Schild aufstellen solle, auf dem Radfahrer von der Gemeinde Bienenbüttel gegrüßt werden können.

Von Kai Hasse

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