Betreiber äußern sich nach der EHEC-Welle

Sprossenhof-Chefin: „Ich hatte Angst“

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Für die Betreiber des Gärtnerhofes in Bienenbüttel ist seit dem 5. Juni nichts mehr, wie es war.

ib Bienenbüttel. Für die Betreiber des Gärtnerhofes in Bienenbüttel ist seit dem 5. Juni nichts mehr, wie es war: Als öffentlich wurde, dass die EHEC-Welle hier ihren Ursprung haben soll, belagerten Journalisten aus aller Welt den Hof (AZ berichtete).

Und Geschäftsführerin Uta Kaltenbach sagte jetzt der Zeitung taz: „Ich hatte Angst.“ Die Mitarbeiter hätten Morddrohungen erhalten, der öffentliche Druck belastete die Hofgemeinschaft obendrein. Der Betrieb mache nur noch fünf Prozent seines normalen Umsatzes, sagte Kaltenbachs Partner Klaus Verbeck gegenüber der taz, die Sprossenproduktion sei komplett still gelegt.

Neun der 15 Mitarbeiter hätten zudem entlassen werden müssen. Doch zahlungsunfähig sei der Betrieb vor allem deswegen nicht, weil er keine Schulden habe.

Nach wie vor verurteilen die Betreiber, wie berichtet, die frühe Veröffentlichung des Hofnamens durch Landwirtschaftsminister Gert Lindemann und wollen das Behördenvorgehen prüfen lassen. Bis heute gibt es keine EHEC-positive Probe vom Gärtnerhof.

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