Bienenbütteler Anlieger am Mühlenweg erkennen Radfahrer und Fußgänger nicht beim Abbiegen auf Ebstorfer Straße

Spiegel-Lösung könnte Sicht verbessern

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Das Haus an der Ecke behindert den Blick nach links. Autofahrer müssen bis in die Fahrbahn hineinfahren, um zu sehen, ob Fahrzeuge oder Kinder kommen.

Bienenbüttel. Beschaulich, überwiegend verkehrsberuhigt und direkt am Mühlenteich gelegen und damit naturnah – so lässt sich am ehesten der Mühlenweg in Bienenbüttel umschreiben. Eigentlich könnte demnach alles perfekt sein, wenn da nicht ein kleines Problem wäre.

Und das hat ein Anlieger, der seinen Namen nicht nennen möchte, schon seit Langem erkannt.

Wenn er mit dem Auto vom Mühlenweg auf die Ebstorfer Straße nach links oder rechts abbiegen möchte, wird es heikel. „Ich muss bis auf die Fuß- und Radüberquerung fahren, damit ich sehen kann, ob von links ein Auto kommt oder nicht“, schildert er das Ärgernis. Auch Johanna Germeck sieht eine Gefahr. „Man sieht die Radfahrer nicht, die manchmal mit einer hohen Geschwindigkeit angebraust kommen.“ Und sie muss ebenfalls mit ihrem Auto fast bis auf die Fahrbahn fahren.

Der Grund für die Sichtbehinderung ist ein rotes Klinkerhaus, das direkt an der Ecke Mühlenweg/Ebstorfer Straße steht. Abhilfe müsste her, aber welche? Der Anlieger hat eine Vorstellung, wie das geschehen kann. „Die Lösung könnte ein Vekehrsspiegel sein, den man gegenüber des Mühlenweges aufstellen kann. So kann ich als Autofahrer, aber auch Radfahrer, die aus dem Mühlenweg kommen, sehen, ob sich von links ein Auto oder Lkw nähert.“

Dabei hat der Anlieger auch andere Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger oder Kinder im Blick, die in der Schulzeit oft achtlos aus dem Mühlenweg geschossen kämen und die Ebstorfer Straße überqueren würden.

Denn am Mühlenweg grenzt die Grundschule an, vor der sich die Bushaltestelle befindet. „Auch wenn der Schulbus aus dem Mühlenweg herausfährt, muss er bis auf die Ebstorfer herausfahren, um zu sehen, ob Fahrzeuge von links kommen“, beschreibt der Anlieger den gefährlichen Vorgang. Das bestätigt ebenso die Geschäftsführerin Ira Dümmel vom Busunternehmen Dümmel, das die Schüler befördert. „Ein Spiegel wäre schon hilfreich“, meint sie zur AZ.

Mit diesem Problem hat der anonyme Anlieger sich bereits schriftlich an Bürgermeister Heinz-Günter Waltje gewandt. Doch bisher sei nichts geschehen, und der Spiegel steht noch nicht. „Es ist doch so einfach, einen Spiegel aufzustellen“, meint der Anlieger. Um die Aufstellung eines Spiegels hat sich ebenso Hanna Ohnesorge mit einem Brief bemüht. Ihr bereiten vor allem die Kinder und Radfahrer Sorge, die meistens ziemlich zügig aus dem Fußgängertunnel neben dem Jugendzentrum kommen.

Auf Nachfrage der AZ beruft sich Waltje auf eine Ortsbegehung. „Wir haben diese zusammen mit der Polizei und der Straßenbehörde durchgeführt. Dabei wurde uns abgeraten, einen Spiegel aufzustellen“, äußert sich Waltje. Insofern möchte er sich nicht gegen den „fachkundigen Rat“ stellen und einen Spiegel aufstellen lassen.

Die Anlieger können diese Entscheidung nicht verstehen und hoffen, dass Waltje doch irgendwann einlenkt. „Vor allem kann das nicht so teuer und schwierig sein, einfach einen Spiegel dort hinzustellen“, lautet das Echo der Befragten. „Es ist wirklich ein heikler Punkt“, betont Germeck.

Waltje versichert, dass der Spiegel im Haushalt berücksichtigt sei.

Von Volker Althoff

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