Soziales Netzwerk Bienenbüttel befragt Politiker vor der Wahl

„Wir legen den Finger in die Wunde“

Bienenbüttel. Am 11. September wird auch in Bienenbüttel ein neuer Gemeinderat gewählt. Seit Wochen hängen die Wahlplakate in den Straßen, aber wofür stehen die Kandidaten genau?

Neben den bisher im Rat vertretenen Parteien CDU, Kommunalpolitische Alternative (KA), SPD und Grüne treten auch ein FDP-Mann und ein Einzelbewerber an. Was wollen die Kommunalpolitiker für Schulkinder, Eltern, alte oder sozial schwache Menschen tun? Das will das Soziale Netzwerk Bienenbüttel wissen. Es fühlt den Politikern in einer öffentlichen Diskussion am Dienstag, 6. September, 19 Uhr im Bienenbütteler Kirchengemeindehaus auf den Zahn.

„Wir haben fünf Fragenkomplexe erarbeitet“, berichtet der Moderator des Netzwerks aus Vereinen, Verbänden, Parteien und Kirche, Pastor Jürgen Bade. Dabei geht es um Leben und Wohnen in Bienenbüttel, den Planungsstand für eine neue Ilmenauhalle, die avisierte Kinderfrühbetreuung in der Grundschule, die Sicherheit in Bienenbüttel, das Fahrradfahren im Dorf und den Friedhof. „Wir würden gern vor der Wahl hören, wie sich die politischen Parteien dazu äußern.“

Am Herzen liegt Bade bezahlbarer Wohnraum für alte Menschen. „Viele Ältere wollen nach Bienenbüttel und finden keine Häuser“, so Bade. „Sie sitzen dann allein in ihren großen Häusern auf den Dörfern.“ Auch die Einführung einer Frühbetreuung für die Schulkinder ist ein Anliegen. „Wo lassen die Eltern ihre Kinder, wenn sie zur Arbeit müssen?“, fragt Bade. Oder er thematisiert die Häufung von Einbrüchen. „Wir legen den Finger in die Wunde“, sagt Bade und kritisiert den Umgang der Parteien im Rat: „Es geht häufig um Macht und nicht um Argumente.“.

Von Gerhard Sternitzke

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