Verkauf des Mühlenbachzentrums rückt näher / Alternativ ins Rathaus

DRK und SoVD obdachlos?

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Diskussionsobjekt in der Politik: Der nicht öffentlich tagende Verwaltungsausschuss soll jetzt entscheiden, ob das Mühlenbachzentrum auf dem Immobilienmarkt angeboten wird.

Bienenbüttel. Das Bienenbütteler Mühlenbachzentrum könnte zum Verkauf angeboten werden – zumindest hat der Bau- und Planungsausschuss der Einheitsgemeinde auf seiner vergangenen Sitzung den Verkauf empfohlen.

Bevor das Objekt jedoch tatsächlich auf dem Immobilienmarkt angeboten werden kann, muss noch der nicht öffentlich tagende Verwaltungsausschuss zustimmen.

170 000 Euro stehen als Summe im Raum, für die das Haus an der Ebstorfer Straße den Besitzer wechseln könnte. Der Erlös aus einer Veräußerung würde dann in neue Räume für Vereine und Verbände fließen – so der derzeitige Vorschlag. Denn im Mühlenbachzentrum an der Ebstorfer Straße haben sich derzeit DRK, Sozialverband (SoVD) und die Kreisvolkshochschule eingerichtet. Und genau diese Konstellation sorgt für Diskussionsstoff – so betonte Alfred Meyer (CDU) in der Ausschussitzung: „SoVD und DRK dürfen auf keinen Fall obdachlos werden.“ Ein Einwand, den der Ausschuss fraktionsübergreifend unterstützte.

Ein mögliches künftiges Domizil könnte für die Vereine und Verbände direkt im Ortskern entstehen: Ein Arbeitskreis – bestehend aus Bürgermeister Heinz-Günter Waltje, Bauamtsleiter Uwe Gundlach, Christoph Thieding (CDU), Arnord Witthöft (SPD), Petra Anderas-Siller (Grüne) und Karl-Heinz Braunholz (KA) –, der speziell für die Klärung dieser Unterkunftsfrage gegründet worden war (die AZ berichtete), wirft das Dachgeschoss des Rathauses als Option in den Ring. Rund 166 000 Euro müsste die Gemeinde für einen entsprechenden Ausbau des Dachgeschosses ausgeben. So der Kostenvoranschlag, den das Salzwedeler Büro Müller-Wernstedt zusammen mit dem Arbeitskreis erstellt hat. Der vorhandene Fahrstuhl des Rathauses könnte als barrierefreier Zugang zu den Räumen im Dachgeschoss genutzt werden. Der zweite Rettungsweg würde, nach derzeitigem Planungsstand, über ein außen liegendes Treppenhaus sichergestellt, das auf der Rückseite des Rathauses entstünde.

Raumalternativen, die der Arbeitskreis verworfen hat, wären die Ilmenauhalle und das Dachgeschoss über der Schulmensa. Die Räume der Ilmenauhalle sind aber bereits vollständig belegt und der Bau eines barrierefreien Zugangs für das Dachgeschoss der Schulmensa den Finanzrahmen.

Hintergrund der Diskussion: DRK und SoVD hatten bisher angegeben, dass sie im ehemaligen Feuerwehrgerätehaus (also im Mühlenbachzentrum) bleiben wollten.

Von Wiebke Brütt

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