An der Bahnhofstraße in Bienenbüttel stehen noch einige Läden leer / Änderungsschneiderei eröffnet neu

Sorge um „tote Fenster“

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Noch ist die Immobilie unweit des Bahnhofs zu haben. Das Gebäude zwischen Friseur und Apotheke hat noch keinen Nachmieter. Die Vermieter suchen und wünschen sich jedoch einen neuen Mieter.

Bienenbüttel. Wer die Bahnhofstraße in Bienenbüttel entlang geht, wird links und rechts einige wenige leere Schaufenster erblicken. Das betrifft zum Beispiel das Geschäft zwischen dem Friseur und der Apotheke. In den Räumen herrscht derzeit gähnende Leere.

Anne-Grete Patz und ihre Tochter Kathea Patz-van Eijnsbergen, die zuvor in den Räumen ihr Geschäft hatten, sind auf der Suche nach einem Nachmieter. An zu strikten Vorgaben scheitert die Vermietung aber nicht: „Von unserer Seite gibt es keine Bedingungen“, sagt Anne-Grete Patz gegenüber der AZ. Sie wünscht sich, dass die Räumlichkeit anderweitig vermietet wird. „Wir haben ein großes Interesse, dass die Belebung weitergeht. Für Bienenbüttel ist es wichtig, dass es im Ort keine toten Fenster gibt.“ Sie hat schon mit Interessenten Gespräche geführt, allerdings sei es noch zu keinem Mietverhältnis gekommen. Solange bleibt Patz die Mieterin: „Der Mietvertrag läuft bis 2016“, äußert sie sich. Wenn jemand kommen und Interesse zeigen sollte, würde sie mit der Hauseigentümerin Loni Franke sprechen, meint Anne-Grete Patz. Geschäftsfrau Franke wünscht sich ebenfalls, dass die Immobilie wieder mit Leben gefüllt wird. „Ich hätte gerne den Leerstand weg“, äußert sie gegenüber der AZ. Denn für den Ort sei es wichtig.

Ebenso leer steht das Gebäude, in dem ehemals die Drogerie Schlecker untergebracht war. Über eine Neunutzung würden derzeit Gespräche laufen, bestätigt Bienenbüttels Bürgermeister Heinz-Günter Waltje auf Anfrage der AZ. „Ich stehe mit einem Drogeristen in Kontakt.“ Er ist guter Dinge, dass sich auch die anderen leerstehenden Läden bald wieder mit Leben füllen, unterstreicht Waltje. Davon überzeugt ist ebenso der Vorsitzende der Wirtschafts- und Tourismus-Gemeinschaft (WTG), Peter Dittrich.

Diesen Wunsch äußern auch viele Bienenbütteler. Frederik Bodendieck könnte sich einen „vernünftigen Klamottenladen“ vorstellen, der vor allem jüngere Leute anspreche. „So müsste man nicht ganz nach Lüneburg oder Uelzen fahren.“ Heike und Jürgen Talg bevorzugen dagegen einen kleinen Baumarkt, „wo man alles kaufen kann“. Sie denken an Schrauben oder kleine Dinge, die für den Alltag wichtig seien. Frank Sander bewertet die Nutzung als „schwierig“. „Kleine klassische Geschäfte gibt es schon“, meint er.

Anne-Grete Patz hingegen meint, dass sich kleine Geschäfte dennoch halten könnten: „Alles, was im Bereich der Notwendigkeiten liegt, kann großen Anklang finden.“ Als Beispiel nennt sie eine Änderungsschneiderei. „Das stand zwar nicht gerade auf der Wunschliste vieler Bürger“, meint sie, aber sie denkt, dass eine solche Nische Bestand haben könne.

Optimistisch sind die Geschäftsleute Fidan und Mahmut Turgut, die ab 1. November an der Bahnhofstraße 16 ihre neue Änderungsschneiderei eröffnen. „Das gibt es hier noch nicht, deshalb glaube ich, dass es gut laufen wird“, sagt Fidan Turgut.

Von Volker Althoff

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