Gemeindefeuerwehrtag in Bienenbüttel

In 53 Sekunden löschbereit

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Männer der Freiwilligen Feuerwehr Eitzen I in vollem Lauf, um auf einer Länge von 40 Metern Schläuche zu verlegen. Im Notfall zählt jede Sekunde.

stk Bienenbüttel. „Stell dir vor, Du drückst, und keiner kommt!“ Diesen Slogan zitierte der stellvertretende Bürgermeister Udo Hinrichs jetzt zur Eröffnung des Gemeindefeuerwehrtags in Bienenbüttel.

In der Gemeinde gibt es glücklicherweise noch genügend Ehrenamtliche, wie sich bei den Wettbewerben auf dem TSV-Sportplatz zeigte. Insgesamt 120 Feuerwehrleute beteiligten sich an den Wettkämpfen, darunter fünf Mannschaften der Jugendfeuerwehren.

Die Wehren suchen dennoch weiterhin regelmäßig Interessierte, die sich für den Nächsten engagieren wollen. „Jede helfende Hand ist willkommen“, sagt der stellvertretende Sprecher der Bienenbütteler Wehr, Sven Lingener.

Die Öffentlichkeit bekommt häufig gar nichts mit, wenn die Feuerwehr ausrückt, denn bis auf Wichmannsburg werden die Feuerwehrleute nicht mehr durch Sirenen, sondern über Pieper zu den Einsätzen benachrichtigt, und das 24 Stunden rund um die Uhr.

Bei den Gemeindewettbewerben holte unter sechs Mannschaften die Truppe aus Hohnstorf mit 53,90 Sekunden den ersten Platz, gefolgt von Bienenbüttel und Eitzen I. Der sportliche Ehrgeiz – es zählen Zeit und Fehlerfreiheit – hat einen ernsten Hintergrund: Wie bei einem Hausbrand zapfen die Feuerwehrleute eine Wasserstelle an, verlegen auf einer Länge von 40 Metern Schläuche sowie einen Verteiler und erklettern mit einer Leiter den Übungsturm, der ein Haus darstellt. Wenn dort Menschen eingeschlossen sind, zählt jede Sekunde.

Den Traditionswettkampf entschied Eitzen I für sich, gefolgt von Hohnstorf. Bei den Jugendfeuerwehren war Varendorf-Bornsen am schnellsten.

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