Bienenbüttel: Neue Variante für Bücherei-Umzug in die Grundschule erhält Zustimmung von Politik und Schulleitung

Schluss mit schlechtem Bauchgefühl

Genügend Platz für Schule und Bücherei soll eine neue Planungsvariante bringen. Die Kosten dafür werden noch ermittelt. Foto: Bautsch-Ludolfs

Bienenbüttel. Die Planungen für den Umzug der Bienenbütteler Bücherei in das Grundschulgebäude nehmen Gestalt an. Der Bauausschuss der Gemeinde hat sich jetzt dafür ausgesprochen, einen Entwurf des beratenden Mitgliedes Matthias Kathmann weiterzuverfolgen.

Die Idee: Der bisherige Innenhof wird komplett überdacht – ob Sattel- oder Flachdach, ist noch nicht entschieden. Der zunächst vorgesehene Outdoor-Lesebereich fällt weg.

Dafür will Kathmann die Büchereifläche so verschieben, dass die angrenzenden Schulflure doppelt so breit werden, ohne dass die Quadratmeterzahl der Bücherei schrumpft. Spezielle Oberlichtbänder, also verglaste Dachbereiche über den Fluren, sorgen in diesem Bereich für viel Licht. „Die Grundidee ist eine Aufwertung des Flures – räumlich als auch lichttechnisch“, erläutert Kathmann auf AZ-Nachfrage.

Die neue Variante stieß auch bei Grundschulleiterin Gudrun Boldhaus auf Zustimmung. „Ich bin mit einem schlechten Bauchgefühl hergekommen – aber das ist jetzt weg“, sagte sie. Die Schule kann die breiteren Flurbereiche als Kompensation für den Raumverlust durch die Bücherei-Verlagerung nutzen.

Bereits bis Mitte der nächsten Woche soll das Uelzener Architekturbüro Fischer+Martens die Kosten für diesen Vorschlag berechnen, auf deren Grundlage im Verwaltungsausschuss – dann allerdings nichtöffentlich – erneut beraten wird. Denn die Zeit drängt: Die Maßnahme wird zu 75 Prozent aus dem Städtebauförderungsprogramm bezuschusst, jedoch nur, wenn sie bis Jahresende umgesetzt ist. In den Sommerferien sollen deshalb die Handwerker ihre Arbeit in der Grundschule aufnehmen.

Die Bücherei soll umziehen, weil die Gemeinde im Rathaus ein neues Zuhause für die Bienenbütteler Vereine schaffen will. Sie müssen aus dem Mühlenbachzentrum ausziehen, das verkauft wird, um Unterhaltungskosten einzusparen. In diesem Zuge wird auch die Schulaula saniert – 40 Quadratmeter größer und barrierefrei soll sie werden. Kostenpunkt: 360 000 Euro.

Der Sanierungsentwurf wurde von allen Ausschussmitgliedern mitgetragen. Was aber die Planungen für den Bücherei-Umzug betrifft, machte Reinhard Schelle-Grote (Bündnis 90/Die Grünen) noch einmal klar, dass sich seine Fraktion grundsätzlich dagegen ausspricht.

Bürgermeister Dr. Merlin Franke (CDU) jedoch ist überzeugt von dem Projekt: „Ich denke, wir werden sowohl der Schule als auch der Bücherei gerecht.“ Nun bleibe zu hoffen, dass auch die neue Variante förderfähig sei.

Von Anna Petersen

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