Bienenbütteler Bauausschuss beschließt Anschaffung / Kommunalpolitiker gehen auf Bedenken aus Varendorf ein

Rieste bekommt drei Tempomessgeräte

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Die Gemeinde Bienenbüttel schafft drei Messgeräte - ähnlich unserer Abbildung - an.

stk Bienenbüttel. Die Gemeinde Bienenbüttel schafft drei Tempomessgeräte an, um Autofahrer in Rieste und anderen Ortsteilen zu bremsen. Das hat der Bienenbütteler Bauausschuss am Dienstagabend einstimmig empfohlen.

Ausdrücklich werden die Geräte jedoch nicht in Varendorf aufgestellt. Damit reagieren die Kommunalpolitiker auf die harsche Kritik aus Varendorf.

„Unsere Angst ist, dass die Meinung entsteht, wenn wir teure Messtafeln bekommen, dann sind bauliche Maßnahmen nicht mehr nötig“, wiederholte Ortsvorsteherin Renate Niemann im Ausschuss ihre Kritik (AZ berichtete). Sie fordert, die verbleibenden zwei Jahre der Bienenbütteler Dorferneuerung zu nutzen, um die Ortsdurchfahrt in Varendorf verkehrsberuhigend umzubauen.

„Das war nicht unsere Absicht“, erklärte Karl-Heinz Braunholz von der Kommunalpolitischen Alternative (KA), die den Antrag auf Tempomesstafeln gestellt hatte. „Da brauchen die Varendorfer keine Angst zu haben.“ Der Wunsch nach den Geräten kam aus Rieste. Die Tafeln sollen an den Ortseingängen aufgestellt werden, weil auch die Umleitungsstrecke von der Bundesstraße 4 durch das Dorf führe, erläuterte Braunholz.

SPD-Ratsherr Arnold Witthöft empfahl, Geräte anzuschaffen, deren Messergebnisse ausgelesen werden könnten. Die Messtafeln kosten 2700 Euro, mit reiner Anzeigefunktion 1300 Euro. Die Tafeln sollten abwechselnd auch in anderen Ortsteilen aufgestellt werden, schlug Witthöft vor – „damit es keine Gewöhnung bei den Autofahrern gibt.“

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