Bienenbüttels Sozialdemokraten wählen Geschäftsmann zu ihrem Bürgermeister-Kandidaten

Piepenburg für die SPD im Rennen

Norbert Piepenburg

Bienenbüttel. Nun kommt langsam Schwung in das Thema Bürgermeisterwahl in Bienenbüttel: Auch Norbert Piepenburg bewirbt sich um das Amt und tritt damit als Gegenkandidat zu Merlin Franke (CDU) an.

Der SPD-Ortsverein hat Piepenburg auf seiner Mitgliederversammlung als Bewerber für die Wahl im Januar gewählt. „Ich bin von der Partei als Kandidat aufgestellt worden und habe zugestimmt“, freut sich Piepenburg.

Norbert Piepenburg ist verheiratet, hat drei Kinder und arbeitet in Bienenbüttel als selbständiger Kaufmann in der dritten Generation. Als „bodenständig“ beschreibt sich Piepenburg, der die Wünsche seiner Kunden und vieler Bürger kennt. Seine langjährigen Erfahrungen als kundenorientierter Dienstleister sollen sich positiv für die Verwaltung auswirken, sagt er. „Ich habe das Ohr am Kunden durch meine langjährige berufliche Tätigkeit.“

Als ersten Schritt will Piepenburg jetzt ein Gespräch mit der Verwaltung führen. „Ich werde das mit dem Personalrat der Verwaltung vereinbarte persönliche Gespräch nutzen, um die aktuelle Situation der Mitarbeiter nach den Personaleinsparungsbeschlüssen für 2013 zu entspannen.“ Hintergrund sei ein Antrag der CDU gewesen, der vorsieht, zehn Prozent einzusparen. „Vier Personen müssten entlassen werden“, sagt Piepenburg. Das will er nicht mittragen. Seine Begründung: „Wir brauchen fachlich motivierte Mitarbeiter, um uns auf die anstehenden Reformen gut vorzubereiten.“

Für Norbert Piepenburg steht Demokratie an erster Stelle. Außerdem sagt der Steddorfer über sich, dass er „unabhängig“ und „vollkommen frei“ entscheiden könne. „Ich bin zum Beispiel in keinem Aufsichtsrat.“ So wolle er „Verzögerungen, bedingt durch Lobbyisten“, sofort öffentlich anmahnen.

Ein Bürgermeister habe nach Piepenburgs Auffassung die Aufgabe, „alles das, was der Rat beschließt, mit der Verwaltung umzusetzen“. „Man muss alle politischen Kräft bündeln. Mein Ziel ist eine parteiübergreifende projektbezogene Zusammenarbeit.“ Außerdem sei ihm wichtig, dass Bienenbüttel einen Bürger-Bürgermeister bekommt, der alle Wünsche der Bürger berücksichtige.

Eines seiner Hobbys ist das Schachspielen. Sein großes Idol ist der russische Ex-Schachweltmeister Kasparow, der an Schulen für Schach wirbt.

Von Volker Althoff

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