Claudia Krämer bewirtet ihre Gäste vor laufenden Kameras / Hobbyköchin zeigt, was sie kann

Perfektes Dinner in Eitzen

+
Bruzzelt in der Kochserie „Das perfekte Dinner“ vor einem Millionenpublikum: Claudia Krämer (53), Ergotherapeutin aus Eitzen I bei Bienenbüttel.

Bienenbüttel-Eitzen I. Stress in der Küche: Die Gäste sitzen am Tisch, haben bereits die Vorspeise gelobt. Doch der Hauptgang lässt auf sich warten. Claudia Kramer lässt sich trotz laufender Kameras nicht aus der Ruhe bringen.

Das zahlt sich aus: Die 53-jährige Ergotherapeutin aus Eitzen I bei Bienenbüttel holt am Dienstagabend im „Perfekten Dinner“ 31 Punkte.

Zeitraubende Vorbereitungen in der Küche.

In der Koch-Serie, die nach Angaben des Fernsehsenders Vox durchschnittlich 1,8 Millionen Zuschauer erreicht, treffen ganz unterschiedliche Menschen zusammen, die der Spaß am Kochen eint. Lob und Kritik müssen die Gastgeber aushalten. So ist es auch in der aktuellen Staffel, die im Mai in und um Lüneburg gedreht wurde. Jörg (47) ist schon vom Bärlauch-Latte-Macchiato mit Zitronengras-Espuma und Garnelen begeistert: „Die Vorspeise war der Hammer“, lobt der Qualitätsmanager. „Das ist schwer zu toppen.“ Vera (27), Assistentin einer Geschäftsführung, ist dagegen mit den Linsen nicht zufrieden. „Die waren noch nicht ganz durch?“, fragt sie.

Claudia Krämer bei der Vorbereitung ihres Drei-Gäne-Menüs beim „Perfekten Dinner“ in Eitzen I.

„Mir war es wichtig dabei zu sein, neue Menschen kennenzulernen und mich der Herausforderung zu stellen“, erzählt Claudia Krämer der AZ. Die 53-Jährige ist begeisterte Hobbyköchin, liebt es mit Lebensmitteln umzugehen und Neues auszuprobieren. Dass die Fernsehkameras ständig dabei waren, hat sie nicht gestört. „Natürlich ist einem bewusst, dass dies viele Menschen sehen, aber das ist okay für mich“, sagt sie. „Das Team war auch so nett. Und dann habe ich die Kameras einfach ausgeblendet.“

Dass die Köche ihr Haus oder ihre Wohnung für neugierige Blicke öffnen, ist Bedingung für die Bewerber, die von der Produktionsfirma zunächst telefonisch und dann in der eigenen Küche gecastet werden. Claudia Krämer hatte Glück. Die Gäste waren begeistert von dem großzügigen, gepflegten Gartengrundstück mit großem Teich und Pferden. Zum Stöbern in Schränken, wie aus anderen Folgen bekannt, blieb da keine Zeit.

Auch neugierige Fragen aus dem Off musste sich Claudia Krämer gefallen lassen. So wollte Sprecher Daniel Werner nicht nur wissen, warum die Eitzener Köchin so gut Französisch sprach, sondern auch, warum sie zusammen mit ihrer Schwester lebt. Claudia Krämer erzählte ohne Umschweife, dass sich nicht der rechte Mann gefunden hat. Die Frage findet sie nicht zu intim: „Es ist kein Geheimnis: Ich bin Single.“

Sie genoss es, als Kandidatin gleichzeitig einen Blick hinter die Kulissen der Fernsehserie zu werfen. „Es hat mich interessiert, wie wird das gemacht“, erzählt sie. „Es war total spannend zu erleben, wie die Aufnahmen geschnitten und vertont werden. Da wird nichts gestellt“, staunt sie. Nur die Begrüßung musste wiederholt werden.

Der Zuschauer erlebt mit, wie Claudia Krämer die Zutaten für das Drei-Gänge-Menü in einem Lüneburger Supermarkt einkauft. „Ich habe nichts Fertiges gekauft außer den violetten Senf aus Frankreich“, berichtet sie. Und was die Kritik an den Linsen angeht, verweist Claudia Krämer aufs Kochbuch: „Laut Rezept muss das so sein.“

Von Gerhard Sternitzke

Kommentare