EHEC: Erkrankte Mitarbeiterin des Bienenbütteler Betriebs auf Weg der Besserung

Not-Operation in Lüneburg

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Spurensuche in Bienenbüttel: Ein ein Mitarbeiter des Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit geht auf das Gelände des Gärtnerhofes.

Bienenbüttel. Fünf bestätigte EHEC-Erkrankungen gibt es bislang im Landkreis Uelzen – einer davon ist eine 54-jährige Frau, die auf dem Bienenbütteler Gärtnerhof arbeitet.

Der Familienbetrieb steht im Verdacht, die Quelle des Erregers zu sein. Die Mitarbeiterin des Bio-Betriebs war bereits Anfang Mai im Lüneburger Klinikum operiert worden. Ihr mussten laut Medienberichten nach einer dramatischen Verschlechterung des Gesundheitszustandes zwei Drittel des Dickdarms entfernt werden, inzwischen befinde sie sich laut Klinikleitung auf dem Weg der Besserung und könne womöglich schon Ende der Woche aus demKrankenhaus entlassen werden.

EHEC: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Stammt der EHEC-Erreger aus diesem Bauernhof?

Die Suche nach der Infektionsquelle hat derweil wieder einen Rückschlag erlitten: Die von einem Hamburger Ehec-Patienten abgegebene Sprossenprobe des Gärtnerhofes weist keine Keime auf. Das erklärte gestern Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD). 22 Tote hat der aggressive Darmkeim mittlerweile bundesweit gefordert, am meisten Todesopfer gibt es mit je sechs in Niedersachsen und Schleswig-Holstein zu beklagen. Auf dem Gelände des Gärtnerhofs Bienenbüttel sollen die

Untersuchungen jetzt massiv ausgeweitet werden: Es sei vorgesehen, bis zu 500 Proben zu entnehmen, teilte gestern das Landwirtschaftsministerium mit. Vergangene Woche waren 40 Proben entnommen worden, die ersten 23 Testergebnisse blieben negativ (AZ berichtete). Seit Montag gibt es eine gemeinsame Betriebskontrolle durch Landkreis, Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES), Bundesinistitut für Risikobewertung sowie das Robert Koch Institut.

Parallel dazu ist in Niedersachsen am Sonntag eine Überprüfung von Einrichtungen angelaufen, die industrielle Speiseherstellung betreiben, sowe deren Lieferanten für pflanzliche Lebensmittel. Die Untersuchungsergebnisse der dabei gesammelten Proben liegt noch nicht vor.

Von Thomas Mitzlaff

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