Parteien erfreut über Kommunalwahl-Ergebnis / 19-Jähriger zieht für SPD in Bienenbütteler Rat ein

Im Norden nichts Neues

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Christopher Tieding (Foto) (CDU), Hans-Jürgen Franke (KA), Harald Witthöft (SPD) und Reinhard Schelle-Grote (Grüne) sind mit den Ergebnissen der Wahl in Bienenbüttel im Wesentlichen zufrieden.

Bienenbüttel. Keine großen Verlierer, aber auch keine wirklichen Gewinner gab es bei der Gemeinderatswahl in Bienenbüttel. Die Kräfteverhältnisse bleiben, wie sie waren.

Zwar verloren CDU und Kommunalpolitische Alternative (KA) 2,65 Prozent beziehungsweise 1,02 Prozent, ihre Sitze im Gemeinderat bleiben aber gleich. Nur die SPD konnte nennenswert um 2,11 Prozent zulegen. Daher zeigen sich alle Parteien mit dem Ergebnis der Wahl zufrieden.

„Das ist eine Bestätigung für unsere sachliche und gute Arbeit der vergangenen fünf Jahre“, sagt Christopher Tieding (CDU). Gut sei, dass man die Zahl der Sitze habe halten können, nicht optimal sei hingegen, dass man Stimmen verloren habe. „Jede Partei hat den Antrieb, besser aus einer Wahl herauszukommen. Da ist der kleine Verlust schon ärgerlich“, sagt Tieding.

In den nächsten fünf Jahren solle die Sachlichkeit wieder im Vordergrund stehen. „Wir werden schauen, mit wem wir im Rat bei einem Thema die größte Schnittmenge haben, und dann mit ihnen dort zusammenarbeiten“, erklärt Tieding. Kommunalpolitik müsse sich an den Themen orientieren und nicht an Parteien. Daher solle mit allen Parteien zusammengearbeitet werden.

„Ich sehe das Ergebnis mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagt Hans-Jürgen Franke (KA). Zwar habe die KA wieder fünf Sitze errungen, aber man habe eher mit einem weiteren Sitz geliebäugelt als mit Stimmenverlusten. „Wir waren überzeugt von unserer Liste und hatten uns mehr erhofft“, gibt Franke zu. Jetzt gelte es, für die nächsten fünf Jahre sachorientiert zu arbeiten. Daher werde man mit jeder Ratsfraktion in den nächsten Tagen das Gespräch suchen.

Zufrieden mit dem Ergebnis der SPD ist Arnold Witthöft. Angesichts des schwierigen Pflasters Bienenbüttel sei ein Gewinn von über zwei Prozent gut, mehr sei nicht drin gewesen. „Drei Sitze sind ein gutes Ergebnis. Vier wären eine kleines Wunder gewesen“, sagt Witthöft. Gleichzeitig sei mit der Wahl des 19-jährigen Jakob Blankenburg ein Generationswechsel bei der Bienenbütteler SPD eingeläutet worden. Dies sei ein notwendiger Schritt zur Verjüngung gewesen, betont Witthöft. Dass der Schritt richtig sei, zeige auch das gute Ergebnis Blankenburgs, der 484 Direktstimmen holte. In den kommenden fünf Jahren solle vor allem die Transparenz im Rathaus verbessert werden.

„Ein paar Prozent mehr wären schön gewesen, wir konnten aber unser Ergebnis von der letzten Wahl bestätigen“, bilanziert Reinhard Schelle-Grote (Grüne). Und dies, obwohl diesmal kein Ereignis wie 2011 die Atom-Katastrophe von Fukushima die Wahl beeinflusst habe. Auch die A 39 habe keine große Rolle gespielt. Das zeige, dass die Themen, die die Grünen angestoßen hätten, wie der Umgang mit Bauland und die Transparenz der Entscheidungen für den Bürger, bei den Bienenbüttelern angekommen seien. Jetzt gelte es, diese Themen die nächsten fünf Jahre weiter zu verfolgen.

Das vorläufige Endergebnis und die Sitzverteilung im Bienenbütteler Gemeinderat: CDU: 37,9 % (7 Sitze) SPD: 17,3 % (3 Sitze) Grüne: 16,6 % (3 Sitze) KA: 25,2 % (5 Sitze) Gewählt wurden: Christopher Tieding, Udo Hinrichs, Andreas Feige, Alfred Meyer, Andreas Meyer, Dr. Heike Schweer, Michelle Leprich (alle CDU), Jakob Blankenburg, Arnold Witthöft, Kirsten Piepenburg (alle SPD), Heiner Scholing, Reinhard Schelle-Grote, Renate Niemann (alle Grüne), Diana Wendt-Dittmer, Hans-Jürgen Franke, Karl-Heinz Braunholz, Mathias Jeßen und Holger Janßen (alle KA).

Von Lars Lohmann

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