Bienenbüttels Bürgermeister Heinz-Günter Waltje in den Ruhestand verabschiedet / Positive Bilanz

„Mit vereinten Kräften“

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Bienenbüttels scheidender Bürgermeister Heinz-Günter Waltje und seine Enkelin Matea genossen die Abschiedsfeier.

Bienenbüttel. Sichtlich gerührt verfolgte Heinz-Günter Waltje den Auftritt der Kindergartenkinder, die eigens für ihn eine Gesangseinlage einstudiert hatten.

Zahlreiche Wegbegleiter waren der Einladung gefolgt, um gemeinsam im Gasthaus „Zur alten Wassermühle“ Bienenbüttels Bürgermeister in den Ruhestand zu verabschieden. „Alle guten Dinge sind drei“, sagte Waltje. 2001 habe er nach 25 Jahren als Leiter der Sparkasse in Bienenbüttel Abschied genommen. Fünf Jahre später folgte mit seiner Wahl zum Bürgermeister der Einheitsgemeinde der zweite Abschied und zugleich ein Neubeginn. Sechseinhalb intensive und anstrengende Jahre gehen nun zu Ende.

Bienenbüttels künftiger Bürgermeister Dr. Merlin Franke, der als Gastredner für den verhinderten stellvertretenden Bürgermeister Udo Hinrichs einsprang, dankte Waltje für sein Engagement und das Geschick, mit denen dieser die Gemeinde geleitet habe. „Du hast Bienenbüttel gut getan“, richtete Franke an seinen Vorgänger. Mit ganzer Kraft habe sich Waltje für die Neugestaltung des Ortskerns eingesetzt und Bienenbüttel dadurch ein neues Gesicht gegeben. Auch den Ausbau von Krippenplätzen sowie die Stärkung der örtlichen Schule habe sich der scheidende Bürgermeister auf die Fahne geschrieben. Heinz-Günter Waltje sei ein Bürgermeister der „leisen Töne“ gewesen, der sich für die Belange seiner Mitarbeiter einsetzte. Waltjes Frau Heike habe ihren Mann unterstützt und „im Stillen“ zum Wohle der Gemeinde beigetragen.

Worte des Lobes hatte auch Harald Benecke als Geschäftsführer des Kreisverbandes Uelzen des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes im Gepäck. Er habe Heinz-Günter Waltje als einen Bürgermeister der „wohlüberlegten und klaren Positionen“ wahrgenommen, dessen kollegiales Verhalten er schätzte. Die Zusammenarbeit sei „überaus konstruktiv“ gewesen. Benecke unterstrich das „große Engagement“ des Bürgermeisters, zu dessen Amt auch Fehler gehörten.

„Jetzt können Sie die Prioritäten Ihrer Lebensgestaltung selbst setzen“, sagte Landrat Dr. Heiko Blume. Vor Bienenbüttels scheidenden Bürgermeister „liegen nun neue Aufgaben“. Waltje sei ein Quereinsteiger in die Kommunalpolitik gewesen, der es verstand Sachverhalte zu hinterfragen.

Grünen-Landtagsabgeordneter Heiner Scholing dankte im Namen seiner Fraktion für die von gegenseitigem Respekt geprägte Zusammenarbeit. „Auch wenn man nicht immer einer Meinung ist, ist es wichtig, sich auch außerhalb der Politik begegnen zu können.“ Er habe Waltje als einen „fairen Menschen erlebt“. Kirsten Piepenburg schloss sich im Namen der SPD den dankenden Worten an.

Die Entscheidung, vorzeitig sein Amt niederzulegen, sei ihm leicht gefallen, erklärte der 65-Jährige. Doch jetzt werde ihm immer bewusster, wie schnell das Amtsende naht. Mit Stolz blicke er auf die Einheitsgemeinde, die er mitgeprägt habe. Neben der Umgestaltung des Ortskerns seien erfolgreiche Projekte wie der Bürgerbus und die Bürgerstiftung entstanden. „Mit vereinten Kräften haben wir das aufgebaut.“ Waltje dankte den Bürgern Bienenbüttels und seinen Kollegen. Sie hätten ihm die „Basis und den Rückhalt“ für seine Arbeit gegeben. Merlin Franke wünsche er eine glückliche Hand.

Seine Ehefrau Heike habe stets an seiner Seite gestanden, dankte Heinz-Günter Waltje und rang mit der Fassung. Sechseinhalb Jahre hätten ihr sehr viel abverlangt. „Nur eine feste Beziehung kann das aushalten.“ Er freue sich nun, „vieles wieder gut zu machen“.

Von Melanie Jepsen

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