Bienenbüttels Grünen-Ratsfraktion erstellt Liste mit Verbesserungsvorschlägen

Mehr Sicherheit für Radfahrer

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Am Bahnhofskreisel fordern die Grünen, Schilder aufzustellen, die vor kreuzenden Radfahrern warnen. Außerdem sollten Radfahrer den Kreisverkehr nutzen.

Bienenbüttel. Die Situation für Fahrradfahrer in Bienenbüttel sei zu unübersichtlich, sagt die Grünen-Ratsfraktion. Deshalb hat sie jetzt einen Katalog mit Änderungsvorschlägen vorgelegt, um die Situation zu entschärfen.

„Die vielen Baumaßnahmen der vergangenen Jahre haben leider zu einer verwirrenden Situation für Radfahrer gesorgt“, erklärt Reinhard Schelle-Grote, Grünen-Fraktionsvorsitzender. Das habe die Bereisung mit Claudia Schmidt, Radverkehrsexpertin des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), im Sommer gezeigt (AZ berichtete). Jetzt gehe es darum, zumindest einen Mindeststandard zu erreichen. „Das Ziel muss es dabei sein, den Radfahrer möglichst auf der Straße fahren zu lassen. Dort ist er am sichersten“, erklärt Schelle-Grote. Daher schlagen die Grünen an verschiedenen Punkten im Ort Verbesserungen vor, die die Sicherheit der Radfahrer erhöhen sollen.

• Bahnhofskreisel: Richtung Bahnhofsstraße soll am Bahnhofskreisel ein Warnhinweis Autofahrer auf kreuzende Radfahrer aufmerksam machen. Außerdem sollen die Zeichen „Fußweg und Radfahrer frei“ an der Bahnhofstraße zum Ausgang des Kreisels verlegt werden. Das Ziel: Die Radfahrer sollen möglichst die Straße nutzen, aber Menschen, die sich unsicher fühlen, weiter die Gehwege benutzen dürfen.

• Bahnunterführung: Wegen des Gefälles sei hier kein beidseitiger Radweg erlaubt, kritisieren die Grünen.

• Schützenallee: Der ausgewiesene beidseitige Rad- und Fußweg ist laut Grünen unzulässig, weil er mit höchstens zwei Metern nicht breit genug sei. „Wenn man bedenkt, dass immer mehr Leute Pedelecs nutzen, ist die Situation unhaltbar“, sagt Schelle-Grote.

• Kreisel Rathaus: Hier sollten Fahrradfahrer die Fahrbahn im Kreisel nutzen, empfehlen die Grünen. Dazu könnte ein Schild aufgestellt werden oder ein Piktogramm auf die Fahrbahn aufgebracht werden. Auch weiter in Richtung Grundschule sollte die Straße für Fahrradfahrer freigegeben werden. Für Leute, die sich unsicher fühlen, sollte der Gehweg aber weiter Ausweichmöglichkeit sein.

• Kirchenkreisel: Auch hier sollen die Radfahrer möglichst die Straße nutzen – bis zur Ecke Ebstorfer Straße/Mühlenweg. Die Ausweichmöglichkeit auf die Gehwege soll aber auch hier weiterhin möglich sein.

• Steddorfer Straße: Die einseitig kombinierte Wegeführung (Richtung Unterführung) sei unzulässig schmal, bemängeln die Grünen. Sie fordern eine Querungshilfe für Radfahrer zur gegenüberliegenden Straßenseite.

Von Lars Lohmann

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