A 39: Hohnstorfer Bauern schließen sich zu Protest zusammen

Landwirte beim Anwalt

ib Bienenbüttel/Landkreis. Von dem Bau der geplanten Autobahn 39 sind auch Landwirte betroffen, die ihr Land für das Großprojekt zur Verfügung stellen müssen.

So drohe einigen Landwirten aus Bienenbüttel durch den Bau der A 39 und der bei Hohnstorf geplanten Tank- und Rastanlage „die Enteignung eines erheblichen Teils ihres Landes“, formuliert es die BI Hohnstorf.

„Nach Auskunft der Planungsbehörde könnte in diesem Sommer das Planfeststellungsverfahren für die A 39 beginnen“, so die BI-Sprecher Reinhard Meyer, Matthias Sost und Wolfgang Schneider. „Doch bis heute haben die Landwirte keinen Einblick in Gutachten und Unterlagen.“ Beginne das Planfeststellungsverfahren, blieben noch vier Wochen, um Unterlagen zu sichten, Gegenpositionen zu entwickeln und juristisch korrekte Einwendungen zu formulieren, ist ihre Befürchtung.

Ein Einzelner könne in einem solchen Verfahren ohne die Hilfe eines Verwaltungsrechtlers nur Schiffbruch erleiden, meint Reinhard Meyer. Er ist einer der betroffenen Landwirte, hat sich daher mit Kollegen zusammengetan und jetzt einem Anwalt die Lage beschrieben. „Alle unsere Fragen sind beantwortet worden“, freut sich Landwirt Herrmann Rademacher, „zudem haben wir wichtige Informationen erhalten, die uns helfen, schon vor dem Planfeststellungsverfahren keine Fehler zu machen.“ Jeder Landwirt müsse genau darstellen, wie stark sein Betrieb unter der Enteignung leiden würde.

Die Bienenbütteler Landwirte haben sich inzwischen dem Schutz- und Klagefonds der A-39-Gegner angeschlossen.

Kommentare