Anlage am Neu Steddorfer Beukenbusch wird abgebaut / Neue Geräte auf anderen Spielplätzen

Hier spielen keine Kinder mehr

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Der Neu-Steddorfer Spielplatz Im Beukenbusch soll abgebaut werden. Kinder lassen sich hier selten blicken.

Neu Steddorf. Neu Steddorfer Stilleben: Eine gelbe Rutsche, ein einsames Tor, in dem schon lange kein Torwart mehr gestanden hat, und im sprießenden Rasen ein verlorenes Wipptier, das Ganze eingefasst von hohen, dunklen Hecken. Ein Bild der Verlassenheit.

Der Spielplatz Im Beukenbusch wird nur noch selten von Kindern besucht. Er soll deshalb abgebaut werden. Auf der Fläche wird ein Regenrückhaltebecken für das geplante Baugebiet Wellbruch II entstehen.

„Der Spielplatz wird nicht mehr gebraucht. Bei Regenschauern wird er zu einem Schlammplatz“, erklärt Steddorfs Ortsvorsteher Andreas Meyer. „So kann man Geld sparen.“ Bei einer Bürgerversammlung waren nach seinen Worten alle Anwohner mit der Auflösung des Spielplatzes einverstanden. Mancher störte sich auch daran, dass sich statt der Kinder Jugendliche auf der schlecht einsehbaren Anlage trafen, die in den neunziger Jahren angelegt wurde.

„Was soll der Ort mit vier Spielplätzen?“, fragt Andreas Meyer, denn im Neubaugebiet Wellbruch II ist ebenfalls eine neue Spielanlage für die Sprösslinge der Neubürger geplant. 19 Spielplätze seien in der Gemeinde Bienenbüttel vorhanden. „Das hat nicht mal eine Großstadt.“

Die Kinder sind nach Meyers Auskunft übrigens einverstanden mit dem Abbau der drei Spielgeräte. Und dies erst recht, weil der Ortsvorsteher ihnen zugesagt hat, sozusagen als Kompensation In der Dohle und am Elsternweg neue Geräte aufstellen zu lassen. Und den Nachwuchs kennt der Ortsvorsteher, weil er nebenberuflich als Schulbusfahrer im Einsatz ist.

In den Gesprächen erlebte er übrigens eine Überraschung. Denn die Steppkes wünschen sich statt irgendwelcher moderner Geräte vor allem ein großes Klettergerüst. „Womit ich niemals gerechnet hätte“, wie Meyer einräumt. Für ihn steht jedenfalls fest, dass auf dauerhafte Ausführung geachtet werden sollte, am besten aus Metall. Hinzu kommen Fußballtore, Nestschaukel und Basketballkorb.

Die Kosten sind noch nicht berechnet. Zuständig ist die Gemeinde Bienenbüttel.

Von Gerhard Sternitzke

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