Bienenbüttel: Grünen-Ratsmitglied steht nicht als Nachfolger Waltjes zur Verfügung / Debatte offen

Heinrich Scholing will... nicht

Wer wird im kommenden Jahr ab April das Rathaus regieren ? Noch gibt es keine definitiven Namen oder Personen, die den noch Bürgermeister beeerben könnten oder wollen. Die Diskussion bleibt weiterhin spannend. Foto: Wendlandt

Bienenbüttel. Könnte Ratsmitglied Heinrich Scholing von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im kommenden Jahr in die Fußstapfen von Bienenbüttels Bürgermeister Heinz-Günter Waltje treten, der Ende März sein Amt niederlegen möchte?.

„Er ist Landtagsabgeordneter und steht fest auf der Landesliste“, sagt Petra Andreas Siller von den Grünen.

Scholing selber beantwortet die Frage gegenüber der AZ mit einem deutlichen „Nein“. Seine klare Position begründet er mit der Kandidatur für den Landtag. „Ich würde mich nur verrennen, wenn ich zwei Ämter ausüben würde“, äußert sich Scholing. Jedoch räumt er ein, dass das Amt des Bürgermeisters schon eine interessante Arbeit sei. Und genug Handlungsbedarf sieht er: „Die Verkehrspolitik oder die Ansiedlung von neuen Industrien.“

Über die genauen Ursachen und Hintergründe von Waltjes Rücktrittsankündigung herrscht auch sechs Tage, nachdem die Bombe geplatzt ist, noch stilles Schweigen. Selbst der Vorsitzende der KA-Fraktion, Hans-Jürgen Franke, hält sich gegenüber der AZ bedeckt, aber räumt ein, dass in den vergangenen Monaten einiges passiert sei. Auch eine mögliche Nachfolgediskussion möchte Franke aus „gutem respektablen Umgang mit dem Bürgermeister“ nicht anstoßen.

Ähnlich äußert sich der Fraktionsvorsitzende der CDU, Merlin Franke: „Über einen Nachfolger kann man zu diesem Zeitpunkt nichts sagen. Das besprechen wir in den Parteien und Gremien.“

Waltjes Vorgänger Dieter Holzenkämpfer vermutet allerdings, dass hinter Waltjes Überlegung mehr stecke als nur der begründete Vorruhestand. Genauere Gründe im Einzelnen möchte er nicht nennen. Holzenkämpfer kennt allerdings Beispiele zu Genüge, bei denen es in der Vergangenheit zu Reibereien im Gemeinderat gekommen sei. Er wünscht sich zukünftig einen Verwaltungsfachmann an der Spitze der Verwaltung. Denn bei Quereinsteigern – wie es Sparkassenmann Waltje war – würde es zu „große Reibungsverluste“ geben. Holzenkämpfer ist gespannt will die Diskussionen in den kommenden Monaten ganz genau beobachten.

Von Volker Althoff

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