Haus in Vanille und Fliedergrau

Zurzeit wird der Innenausbau des Bahnhofsgebäudes in Bienenbüttel fertiggestellt – zu Ostern sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dann wird hier ein Gastronomiebetrieb einziehen. Foto: Ph. Schulze

Bienenbüttel. Die Fassade leuchtet in warmem Vanillegelb, die weißen Holzfenster liegen in fliedergrau gestrichenen Mauerrahmen und vom Dach mit der kleinen Fledermausgaube strahlen nagelneue Dachpfannen – das Bahnhofsgebäude in Bienenbüttel wurde in den vergangenen Monaten aus dem Dornröschenschlaf wach geküsst und strahlt nun in neuem Glanz.

Die R & T Projektmanagement GmbH aus Melbeck hatte das Gebäude von der Bahn erworben und baut es komplett um. Voraussichtlich bis Ostern sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dann will hier ein Gastronom, an den die R&T das Haus verpachtet hat, seinen Betrieb eröffnen.

Die Raumaufteilung des einstigen Bahnhofes ist fast unverändert geblieben. Einige Mauern wurden durchbrochen, andere neu gemauert, aber im Großen und Ganzen bleibt die innere Struktur des Bahnhofes erhalten. Außen dafür hat sich umso mehr getan: ein neues Dach, eine neue Fassade, die Schornsteinköpfe wurden aufgemauert, neue Fenster aus heimischen Hölzern eingebaut. Zurzeit werden im Inneren Elektro- und Wasserleitungen gelegt, werden die Sanitäranlagen installiert und wird der Innenausbau erledigt. Eine Besonderheit dürfte der Fußboden werden, der nämlich auf den rund 110 Quadratmetern mit so genannten Solnhofer Platten – einem heimischen Naturstein – ausgelegt wird.

„Die Sanierung erfolgt in Abstimmung und mit Förderung der Dorferneuerung“, erklärt Christopher Tieding, einer der Geschäftsführer der R & T Projektmanagement GmbH, und betont, dass die Zusammenarbeit mit dem Amt für Landentwicklung sehr konstruktiv, immer kompromissbereit und reibungslos klappt. Die Melbecker Projektmanager investieren rund 300 000 Euro in die Sanierung des Bienenbütteler Bahnhofsgebäudes, 25 000 Euro Zuschüsse fließen aus Mitteln der Dorferneuerung.

Eine Vorgabe der Dorferneuerung ist es, die alten Eingangstüren des Bahnhofes zu erhalten und in Betongrau zu streichen. Ein Wunsch von Tieding ist es derweil, über dem Eingang auch wieder eine Bahnhofsuhr aufzuhängen – so eine, wie es sie auch früher dort gab. Auch das, so sagt Planer Tieding, werde man sicher in Abstimmung mit den Verantwortlichen des Amtes für Landentwicklung noch auf den Weg bekommen.

Von Ines Bräutigam

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