Ortsschilder werden um einen halben Kilometer versetzt / Mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer

Grünhagen vergrößert sich

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Grünhagens Ortsvorsteher freut sich, dass das Ortsschild versetzt wurde. Außerdem ist ein Fußweg geplant.

stk Grünhagen. Unmerklich ist Grünhagen gewachsen. Gemeint sind nicht nur die 35 Häuser im Baugebiet Stadtkamp, das bis auf ein Grundstück aufgesiedelt ist. Die Einwohnerzahl stieg um 40 auf 330.

Gewachsen ist das Dorf jetzt auch flächenmäßig, denn die Gemeinde Bienenbüttel hat die Ortsschilder an der Eitzener Straße vor kurzem um einen halben Kilometer versetzen lassen. Damit wird eine langjährige Forderung der Grünhagener erfüllt.

„Gott sei Dank“, meint eine Dorfbewohnerin. „Wenn sich die Lkws auch dran halten...“ Bislang brausten die Autofahrer – verleitet von der geraden, abschüssigen Straße – häufig mit überhöhter Geschwindigkeit in den Ort. Seit drei Jahren galt hier Tempo 70. Weil durch die neuen Häuser die Bebauung geschlossen ist, war die Versetzung der Schilder möglich.

„Das ist ein gutes Zwischenziel, das wir erreicht haben“, findet Ortsvorsteher Andreas Feige. Denn die Grünhagener wollen noch mehr. Im Bauamt in Bienenbüttel laufen die Planungen und Ausschreibungen für einen Fußweg und eine Fahrbahnverschwenkung vor der Einmündung der neuen Straße Schwalbenberg. Sie soll den Verkehr weiter abbremsen und Unfälle vermeiden.

Der Fußweg soll von der Einmündung Erlengrund bis zum Dorfgemeinschaftshaus führen. Bislang mussten Erwachsene und Kinder auf der Straße oder im Gras laufen. Der notwendige landschaftspflegerische Begleitplan ist bereits erstellt. „Wir wollen, dass die Hecke stehen bleibt“, betont Feige. „Wir wollen sowenig Natur wie möglich verbrauchen.“ Der Fußweg wird deshalb hinter den Büschen angelegt. Im Bereich der Verschwenkung können Fußgänger passieren. Insgesamt 150 000 Euro investiert die Gemeinde Bienenbüttel.

„Zum Wohle aller und besonders für die jung und alt“, lobt Feige, und hofft, dass auch noch ein 100 Meter langer Fußweg vom Dorfgemeinschaftshaus bis zur Bushaltestelle gebaut werden kann. Da hierfür eigentlich die Anlieger aufkommen müssten, hofft der Ortsvorsteher auf den Gemeinsinn der Dorfbewohner.

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