Grünes Licht für Ganztagsschule

Hausaufgabenhilfe, warmes Mittagessen und pädagogische Rundum-Betreuung – all das gibt es nach den Sommerferien auch in der Grundschule Bienenbüttel.

Bienenbüttel - Von Ines Bräutigam. Mit dem Ende des Schuljahres 2009/2010 ist auch die Volle Halbtagsschule in Bienenbüttel ausgelaufen, die seit 1991 Organisationsform war.

Mit der Einführung der Verlässlichen Grundschule als Regelschule für den Primarbereich wurde der Bestand der Vollen Halbtagsschulen, wie berichtet, immer wieder in Frage gestellt. Vor gut einem Jahr setzte endgültig der Rotstift der Landesregierung an und auch Eltern- und Schülerproteste konnten ihre Abschaffung nicht mehr verhindern. Zum neuen Schuljahr wird die Bienenbütteler Grundschule also zur Ganztagsschule. Die Genehmigung des Kultusministeriums hierfür, berichtete Bürgermeister Heinz-Günter Waltje in der jüngsten Ratssitzung, liegt inzwischen auch vor.

Das Kollegium bedauert zwar diese Entwicklung, denn es glaubt die pädagogische Arbeit vieler Jahre in Frage gestellt. Nicht alle Lehrkräfte werden dauerhaft an dieser Schule bleiben können. „Wir wollen aber nach vorne schauen und weiterhin gute Schule mit festen Zeiten für Kinder und Familien in Bienenbüttel gestalten“, heißt es im Mitteilungsblatt der Gemeinde „Bienenbüttel informiert“.

Neben den Lehrkräften werden nach den Sommerferien auch pädagogische Mitarbeiter tätig sein. Diese sind für die Betreuung der Erst- und der Zweitklässler zuständig und erteilen angeleiteten Vertretungsunterricht. Alle Kinder können also von Montag bis Freitag verlässlich von 8 bis 13 Uhr in der Schule sein. Für den Vormittagsbetrieb ist das Schulgebäude von 7.45 bis 13.15 Uhr geöffnet. Die Gemeinde Bienenbüttel wird rund 21 000 Euro zur Verfügung stellen, um zwei Kräfte für die neue Mensa, eine für die Gebäudereinigung und eine Unterstützung fürs Sekretariat zu finanzieren.

Der Schülertransport wird an die neuen Öffnungszeiten angepasst. Busse auf dieser Route werden ab dem neuen Schuljahr ausschließlich von Grundschulkindern genutzt, was einen stressfreieren Verlauf der Fahrt morgens zur Schule und mittags nach Hause erwarten lässt.

Neben diesen Umstellungen laufen die Vorbereitungen für das Ganztagsprogramm, und die Gemeinde hat mit dem Schuljahresende damit begonnen, auch die baulichen Voraussetzungen im Schulgebäude zu schaffen. So wurde bereits die benachbarte ehemalige Arztpraxis entkernt, die künftig die Schulmensa beherbergen soll. Als nächstes werden neue Wände gezogen, Elektroleitungen installiert und Fußböden verlegt.

Die offene Ganztagsschule bietet von Montag bis Donnerstag nach der Mittagspause mit warmem Essen von 13.45 bis 14.30 Uhr Hausaufgabenbetreuung in Kleingruppen und von 14.30 bis 15.30 Uhr wechselnde Angebote. Um 15.45 Uhr fährt nochmals der Schulbus.

Erste Gespräche mit Vereinen und anderen Anbietern, die sich im Nachmittagsbereich engagieren wollen, haben bereits stattgefunden. Neben honorierten Angeboten wäre die Schule nämlich sehr dankbar, wenn Bürger auch ehrenamtlich den Kindern zum Beispiel bei den Hausaufgaben helfen würden. Dies ist auch an einzelnen Wochentagen möglich. Wer Interesse an diesem Engagement hat, kann sich direkt in der Schule melden, Telefon (0 58 23) 70 38, Mail: info@schule-bienenbuettel.de.

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