Verwaltung beantragt Zuschüsse für Energiewende in der Einheitsgemeinde

Grünes Bienenbüttel

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Saubere Energie: Die Grünen aus Bienenbüttel fordern ein Energie- und Klimaschutzkonzept für die Gemeinde.

Bienenbüttel. Die Grünen Bienenbüttels fordern ein kommunales Energie- und Klimaschutzkonzept für die Einheitsgemeinde.

„Um effektiv Energiesparmaßnahmen einzuleiten und den Weg der Energiewende zu beschreiten, ist es notwendig, ein kommunales Energiekonzept zu entwickeln. Minimierung des CO2-Ausstoßes und die Energieeinsparung sollte Ziel aller Kommunen sein“, betont Reiner Stefan, beratendes Mitglied für die Grünen im Bienenbütteler Ausschuss für Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit. „Zunächst benötigen wir Unterstützung bei der Erfassung und Auswertung von klimaschutzrelevanten Daten, um dann im Anschluss die Finanzierung geeigneter Maßnahmen in der Gemeinde zu prüfen und zu planen.“ Genau diese Frage, nämlich die des Geldes, lässt Bienenbüttels Bürgermeister Heinz-Günter Waltje aufhorchen: „Alles, was die Grünen fordern, würde ich uneingeschränkt befürworten. Aber alle Maßnahmen, die Energie einsparen sollen, kosten wieder eine ganze Menge. Es muss in jeden Einzelfall geprüft werden, was wirtschaftlich ist. Wenn wir alle Lampen der Straßenbeleuchtung austauschen würden. würde das die Gemeinde Hunderttausende kosten.“

Die Grünen Bienenbüttel möchten, dass in der Gemeinde ein Energiekonzept entwickelt wird, welches den Klimaschutz-Zielen dient und gleichzeitig Kostensparpotentiale für die Zukunft erschließt. Mit einbezogen werden sollen die energetische Sanierung von privaten und öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen. Bei Neubauten und neuen Wohngebieten sollte nach Ansicht der Grünen-Politiker auf Klimaschutzmaßnahmen Wert gelegt werden, beziehungsweise nach Kriterien des zu erstellenden Klimaschutzkonzeptes gehandelt werden. Vor allem energetische Maßnahmen der öffentlichen Gebäude sollten vorangetrieben werden, um in der Zukunft Energiekosten zu senken. Langfristig solle nach Ansicht der Günen-Politiker die regionale Versorgung zu 100 Prozent aus regenerativen Energien bestehen. „Nach einem sogenannten ‚Energie-Check’ sollen energiesparende Maßnahmen erwogen werden. Das von Fachleuten zu erstellende Konzept wird die Gemeinde in ihrem Bestreben unterstützen, eine moderne Klimaschutz- und Energiepolitik umzusetzen und kann auch den Haushalt nachhaltig entlasten,“ stellt Ratsfrau und Mitglied des Umweltausschusses Vicky Koke (Grüne) heraus. Auf Dauer fordert sie mit ihren Mitstreitern eine autarke, nachhaltige und umweltverträgliche Energieversorgung ohne Energie aus fossilen (Kohle, Gas) und nuklearen Brennstoffen.

Bürgermeister Waltje betont derweil: Wenn es etwas zu reparieren oder sanieren gäbe, würde aber auf den Punkt Energie Augenmerk gelegt. So werden nun in der Strße „Am Blecken“ in der die Beleuchtung defekt ist, Energiesparlampen eingesetzt. Zudem testet die Gemeinde gerade an der Bahnhofstraße die Wirkung von LED-Lampen, die zur Probe eingebaut worden sind. In der Bauausschusssitzung am Donnerstag wird die Beleuchtung Thema sein.

Zudem hat die Verwaltung Bienenbüttel bereits einen Antrag auf Zuschüsse für die Energiewende beim Bund eingereicht. Denn die Bundesregierung fördert die Erstellung von kommunalen Klimaschutzkonzepten, Klimaschutzteilkonzepte, Energiesparmodelle in Schulen und Kitas, den Umstieg auf LED bei der Straßenbeleuchtung und Klimaschutztechnologien bei der Stromnutzung.

Von Wiebke Brütt

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