Gemeinde Bienenbüttel ändert Planung: Ansiedlung vor allem am Klaepenberg vorgesehen

Gewerbe-Konzentration an der B 4

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Schon seit Februar baut Almased ein neues Logistikzentrum im Bienenbütteler Gewerbegebiet am Klaepenberg. Dort soll sich die Ansiedlung von Gewerbe künftig konzentrieren.

Bienenbüttel. Die Gemeinde Bienenbüttel will ihre Gewerbeflächen neu strukturieren.

Jetzt nutzten Politik und Verwaltung die Änderung des Flächennutzungsplans, um ein Areal bei Wichmannsburg, das nicht mehr für die Gewerbeansiedlung genutzt werden soll, wieder für die Landwirtschaft auszuweisen.

„Bei einer gewerblichen Bebauung könnten Konflikte durch Emissionen, etwa Lärm, nicht vermieden werden“, erklärt Bienenbüttels Bürgermeister Dr. Merlin Franke. Das Areal liege zu nah an der Wohnbebauung Wichmannsburgs und Bienenbüttels und sei ein Relikt aus älteren Zeiten. „Man hält solche Flächen nicht auf Vorrat. Deshalb nutzen wir jetzt die Möglichkeit, den Flächennutzungsplan aufzuräumen“, sagt Franke. Auch ein Gewerbegebiet bei Eitzen I wird wieder als landwirtschaftliche Nutzfläche ausgewiesen. Auf ein anderes, etwa 3300 Quadratmeter großes Areal wird hingegen demnächst ein Wohnhaus gebaut.

Konzentrieren soll sich die Ansiedlung von Unternehmen laut dem Verwaltungschef auf die neu ausgewiesenen Gewerbeflächen entlang der Bundesstraße 4 gegenüber und neben dem Gewerbegebiet „Am Klaepenberg“. Die Erweiterung der Flächen war auch nötig geworden, weil dieses zehn Hektar große Gewerbegebiet komplett bebaut ist. Es gebe viele Anfragen von Unternehmen, die an einer Ansiedlung entlang der B 4 interessiert seien, sodass eine Ausweitung des Areals erforderlich geworden sei, erklärt Franke. Die verkehrsgünstige Lage, die relativ niedrigen Gewerbesteuern sowie die Nähe zu Lüneburg seien von Vorteil für die Gemeinde Bienenbüttel.

Die Ansiedlung neuer Firmen sei aber auch nötig, um die Gewerbesteuer-Einnahmen auf eine breitere Basis zu stellen, weil der Ort ansonsten von zwei größeren Zahlern abhängig sei, erläutert der Verwaltungschef.

Für die Erschließung des Geländes hat die Gemeinde rund 1,25 Millionen Euro investiert. Die Bienenbütteler Firma Almased – größter Gewerbesteuer-Zahler der Gemeinde – baut bereits im Gewerbegebiet am Klaepenberg ein 1,5 Millionen Euro teures neues Logistikzentrum (AZ berichtete).

Von Lars Lohmann

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