Mathias Jeßen ist neuer Fraktionsvorsitzender der Kommunalpolitischen Alternative in Bienenbüttel

Gespräche mit allen Parteien

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Der neue Fraktionsvorsitzende der Kommunalpolitischen Alternative Bienenbüttel, Mathias Jeßen. Der 46-jährige Zollbeamte aus Wichmannsburg übernimmt das Amt von Hans-Jürgen Franke.

Bienenbüttel. Wie geht es weiter nach der Kommunalwahl in Bienenbüttel? Wer arbeitet mit wem zusammen, wenn der neue Gemeinderat am Donnerstag, 10. November, 19.30 Uhr zu seiner konstituierenden Sitzung zusammenkommt?

Gibt die Kommunalpolitische Alternative (KA) die „Koalition“ mit der CDU auf, nachdem sie sich vor der Wahl in der Frage eines Baugebiets in Hohenbostel von dem Partner inhaltlich abgesetzt hat – oder führt sie die Zusammenarbeit fort? 

Noch vor der letzten Sitzung des alten Rats (Donnerstag, 20. Oktober, 19.30 Uhr, Gasthaus Zur Eiche, Edendorf) hat bei der KA ein Stühlerücken stattgefunden. Mathias Jeßen ist neuer Fraktionsvorsitzender, teilt die Wählergemeinschaft jetzt mit.

„Es ist Zeit für einen Generationenwechsel“, sagt sein scheidender Vorgänger Hans-Jürgen Franke. Nach 25 Jahren in der Kommunalpolitik und an der Spitze der KA sei es für ihn an der Zeit, das Ruder in jüngere Hände zu geben. Als Ratsherr und Ortsvorsteher in Edendorf wird er jedoch politisch weiterhin aktiv bleiben. Auch für den Ratsvorsitz steht er nach eigenen Worten wieder zur Verfügung.

Jeßen spricht von „großen Fußstapfen“, die Franke hinterlasse. Der 46-jährige Zollbeamte, der „erst“ seit elf Jahren in Wichmannsburg lebt, ist bereits seit zehn Jahren in der KA aktiv, seit 2009 gehört er auch dem Gemeinderat an. Als Vorsitzender des Wirtschafts- und Finanzausschusses sowie Mitglied im Sozial- und im Schulausschuss hat er die Bienenbütteler Politik bereits aktiv mitgestaltet.

Mit wem die KA zusammenarbeitet – die Stimmen- und Sitzverhältnisse der Parteien haben sich nicht verändert – dazu legt sich Jeßen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. „Am Mittwoch haben wir ein Gespräch mit der CDU. Wir werden auch Gespräche mit Grünen und SPD führen“, berichtet der neue KA-Chef. „Es geht darum: Wie können wir unsere Inhalte besser umsetzen.“

Gemeint sind der Neubau der Ilmenauhalle, der Beitritt zum Hamburger Verkehrsverbund (HVV) und vor allem ein neuer Flächennutzungsplan für das gesamte Gemeindegebiet, den eine Arbeitsgruppe vorbereiten soll. „Dabei geht es nicht darum, eine reine bauflächentechnische Erörterung zu führen“, betont Jeßen. Das viel diskutierte Thema Baugebiete müsse vielmehr ganzheitlich angegangen werden. Jeßens Fragen an das noch einzurichtende Gremium lauten: „Was kann eine selbstständige Einheitsgemeinde leisten? Wie viele Menschen brauchen wir? Wie viele Gewerbesteuerzahler brauchen wir?“

Von Gerhard Sternitzke

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