Bienenbüttel erhält 230 000 Euro Förderung für neue Zwei-Gruppen-Krippe am DRK-Kindergarten

Genug Geld und eine Unbekannte

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Sozialpädagogin Sandra Tusch in der DRK-Krippe Bienenbüttel, umringt von Saphira, Linus, Zoey und Nils (von links). Wie viele Plätze zukünftig benötigt werden, ist für die Gemeinde nur schwer vorauszuberechnen.

Bienenbüttel. Noch ist nichts entschieden, aber die Pläne für einen Neubau der Krippe am Bienenbütteler DRK-Kindergarten rücken ihrer Verwirklichung jetzt ein Stück näher. „Aktuell liegt der Zuschussbescheid über 230 000 Euro vor“, teilt Bürgermeister Dr.

Merlin Franke mit. Damit könnte die neue Einrichtung zum übernächsten Krippenjahr im August 2016 starten.

450 000 Euro stehen bereits für den Bau im Haushalt, über alles weitere werden Bauausschuss und Rat beraten. „Die Krippe wird auf jeden Fall gebaut. Die Frage ist, für wie viele Gruppen, eine oder zwei“, sagt Franke. Die Summe reicht für zwei Gruppen mit insgesamt 30 Plätzen. Der erste Spatenstich findet nach seinen Angaben vermutlich noch in diesem Jahr statt.

Die Gemeinde Bienenbüttel setzt auf Familienfreundlichkeit, und dazu gehören ausreichend Betreuungsplätze. Die große Unbekannte sind die zukünftigen Kinderzahlen in der Gemeinde. Denn die Knirpse, deren Eltern im August 2016 den gesetzlichen Anspruch auf einen Krippenplatz haben, sind noch gar nicht geboren. Tatsache ist nur: 50 bis 60 Säuglinge kommen pro Jahr in Bienenbüttel zur Welt, in den beiden Krippen und der Steddorfer Kindertagespflege gibt es bislang 40 Plätze. Hinzu kommen Tagesmütter. Zum wachsenden Bedarf tragen auch die Neubürger bei, die in die nördlichste Gemeinde des Landkreises Uelzen ziehen. Ein neues Baugebiet zwischen Neu Steddorf und Steddorf ist bereits in Planung. Erst 2013 wurde das Angebot mit einer Krippe am Michaelis-Kindergarten erweitert. Derzeit versuchen Mitarbeiter im Bienenbütteler Rathaus, aus den Geburtenzahlen der vergangenen Jahre eine Tendenz abzuleiten.

Bekannt sind lediglich die aktuellen Zahlen zum nächsten Krippen- und Kindergartenjahr im August. Insgesamt gab es bis zum 20. Februar 56 Anmeldungen, davon 16 für die Krippen, berichtet Franke. „Aktuell gehen wir davon aus, dass wir dem Rechtsanspruch gerecht werden können“, betont der Bürgermeister. Bis Ostern erhalten die Eltern die schriftlichen Zusagen, damit sie privat und beruflich planen können.

Fest steht: Die jetzige DRK-Krippe, in den neunziger Jahren in preisgünstiger Holzgerüst-Modulbauweise neben dem DRK-Kindergarten errichtet, ist in die Jahre gekommen. Das Gebäude hat sich verzogen, Türen und Fenster klemmen, und es müffelt.

Von Gerhard Sternitzke

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