Bewerber für Bienenbütteler Rat stellen sich im Kommunalwahlkampf den Fragen des Sozialen Netzwerks

Fünf Kandidaten – große Schnittmengen

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Christopher Tieding (CDU) (v.l.), Michael Skeisgerski (KA), Reinhard Schelle-Grote (Grüne), Arnold Witthöft (SPD) und Hans-Otto Gäthge (Einzelbewerber) standen Rede und Antwort.

Bienenbüttel. Fünf Kandidaten für den Bienenbütteler Gemeinderat wurde jetzt von Pastor Jürgen Bade beim „Sozialen Netzwerk“ auf den Zahn gefühlt.

Christopher Tieding (CDU), Arnold Witthöft (SPD), Reinhard Schelle-Grote (Grüne), Michael Skeisgerski (KA) und der Einzelbewerber Hans-Otto Gäthge stellten ihre Meinungen zu Themen vor und beantworteten Fragen der rund 30 Bienenbütteler, die ins Gemeindehaus gekommen sind; die FDP sagte ab.

• Ilmenauhalle:  Zur Zukunft der Ilmenauhalle herrschte Einigkeit auf dem Podium, ein Neubau muss angegangen werden. Das Problem bleibt die Finanzierung des Millionenprojekts: „Eigentlich ist alles in der Tüte, es fehlt aber das Geld“, sagte Skeisgerski. Deshalb sollte auch versucht werden, neben Fördertöpfen auch den Kreis anzuzapfen und die Landtagsabgeordneten einzuschalten.

• Wohnen im Alter:  Generationenübergreifendes Wohnen und Bauen kann laut Schelle-Grote ein Weg sein, um altersgerechtes Wohnen in Bienenbüttel zu ermöglichen. „Es geht aber nicht nur ums Wohnen, sondern etwa auch um die Krankheitsversorgung und Barrierefreiheit“, so der Grüne. Mit Hilfe von Investoren könnte bezahlbarer Wohnraum für Ältere im Ortszentrum geschaffen werden, sagte Witthöft. Vor allem müsse die Versorgung in den Ortsteilen verbessert werden, meinten alle Kandidaten, etwa durch bessere Busverbindungen.

• Radfahren in Bienenbüttel: Viele Bienenbütteler haben laut Pastor Bade Angst, künftig auf der Straße fahren zu müssen. „Der Zustand an der Bahnhofstraße ist unmöglich“, sagte Skeisgerski. Er könne sich dort eine Einbahnstraßenregelung als Lösung vorstellen. „Ältere sollten nicht auf die Straße gezwungen werden“, meinte Thieding. Er begrüße den von den Grünen 2015 angeschobenen Radwege-Check. Nur in der Auswertung sei man sich nicht ganz einig. Schelle-Grote schlug Schutzstreifen, Tempobegrenzungen sowie das Aufstellen von „Radfahrer frei“-Schildern vor. Dann hätten Fahrradfahrer die Wahl. „Autofahrer und Radfahrer werden sich aneinander gewöhnen müssen“, so Witthöft. Die Gesetzeslage lasse kaum Möglichkeiten.

• Siedlungskonzept für Bienenbüttel: „Wir können nicht immer nur sagen: ,Da und da ein Baugebiet‘. Erstmal müssen Baulücken geschlossen werden“, meinte Schelle-Grote. In dem Arbeitskreis, der zur zukünftigen Entwicklung Bienenbüttels gebildet wird, müssten auch Fachleute wie Städteplaner sitzen. Das Bauamt allein reiche nicht. Witthöft und Thieding schlugen vor, dass um Bauland zu schaffen, auch Grundstücksteilungen ermöglicht werden sollten. Das von Gäthge geforderte Leerstandskataster lehnt Thieding hingegen ab. „Ich sehe nicht, dass es uns weiterhilft.“ Es gebe im Ort keinen Leerstand. Alle wollen die Bürger beteiligen.

• Frühbetreuung in der Grundschule: Dass es eine Frühbetreuung ab 6 Uhr morgens in der Grundschule geben soll, darin sind sich alle Kandidaten einig. Jetzt gelte es, einen Träger zu finden. Uneinigkeit herrscht dagegen darüber, ob das Angebot kostenlos sein soll. Die CDU plädiert dafür, die anderen möchten eine Elternbeteiligung.

Von Lars Lohmann

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