Es bleibt eine vage Angst

Fünf Jahre nach Ehec-Epidemie: Welche Lehren wurden gezogen?

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Heiße Spur in der Ehec-Epidemie: Fachleute nehmen 2011 auf einem Biohof in Bienenbüttel Proben.

dpa/stk Bienenbüttel. Manche Ereignisse zerschneiden das ganze Leben in vorher und nachher. Bei anderen Menschen bleibt eine vage Angst. So ein Ereignis war die Ehec-Epidemie vor fünf Jahren.

Der Darmkeim machte aus Tausenden Menschen über Nacht sterbenskranke Patienten, die unter blutigen Durchfällen und Nierenversagen litten. Über 50 Menschen starben. Ins Visier der Ermittler gerieten zunächst spanische Salatgurken, dann führte eine Spur nach Bienenbüttel – für den Betrieb eine Katastrophe.

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„Obwohl bei uns nichts gefunden wurde, sind wir in der Öffentlichkeit immer noch der Ehec-Betrieb“, sagte der Betreiber ein Jahr später. Nach sechs Wochen erlitt er einen Nervenzusammenbruch. Von den 15 Mitarbeitern blieben nur wenige. Die Behörden gehen davon aus, dass Sprossensamen aus Ägypten, die in Bienenbüttel angezogen wurden, viele der Krankheitsfälle auslösten. Die AZ hat mit Gesundheitsamtsleiter Dr. Gerhard Wermes darüber gesprochen, welche Lehren gezogen wurden und wie sich Verbraucher verhalten sollten.

Das Interview steht am Mittwoch im E-Paper und in der Printausgabe der AZ.

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