Führungsduo mit neuem Konzept

Die Arbeit im Bienenbütteler Jugendzentrum kann nahtlos weitergehen: Für die Einrichtung wurde ein neues Leitungsduo gefunden.Archivfoto: Ph. Schulze

Bienenbüttel - Von Ines Bräutigam. Ein nahtloser Übergang im Bienenbütteler Jugendzentrum ist in trockenen Tüchern: Nach dem Weggang der bisherigen Leiterin Elke Wesemann (die AZ berichtete) konnte der Lüneburger Herbergsverein Wohnen und Leben e.V. als Betreiber der Bienenbütteler Einrichtung – wie geplant – zum 1. Oktober ein neues Führungsteam gewinnen.

„Wir freuen uns sehr“, sagt der Geschäftsführer des Herbergsvereins, Michael Elsner, „dass wir dabei einen Wunsch umsetzen und gleich zwei Personen als Leitung gewinnen konnten.“ So führen ab sofort Carl Sasse aus Lüneburg und Helene Hepner aus Osnabrück im Bienenbütteler JuZ Regie. Sie konnten sich unter insgesamt 14 Bewerbern durchsetzen – das Votum des JuZ-Beirates fiel einstimmig für sie.

Die beiden teilen sich die Leitungsstelle und bringen dabei vielfältige Kompetenzen ein. Carl Sasse ist 41 Jahre alt und ein erfahrener Mitarbeiter des Herbergsvereins und Kulturwissenschaftler mit handwerklichem und kaufmännischem Hintergrund. Er hat bereits umfangreiche Erfahrungen in der Betreuung Jugendlicher und junger Erwachsener.

Mit ihm gemeinsam wird die 23-jährige Helene Hepner die Leitung des Jugendzentrums übernehmen. Sie verfügt über einen Bachelor-Abschluss „Soziale Arbeit in Humandiensten“ und absolvierte in der Jugendpflege der Samtgemeinde Bersenbrück (Kreis Osnabrück) ihr Anerkennungsjahr.

Damit nicht genug: Michael Elsner verspricht sich durch Helene Hepners eigenen Migrationshintergrund einen großen Gewinn für die Jugendarbeit in Bienenbüttel. Denn wie berichtet, hatte es zuletzt wegen einer Gruppe vorwiegend ausländischer Jugendlicher Probleme gegeben, die dazu geführt hatten, dass das Jugendzentrum für eine Zeitlang geschlossen werden musste.

Für Michael Elsner liegen die Vorteile eines Leitungsduos ganz klar auf der Hand. Zum einen sind so Vertretungszeiten besser zu organisieren, zum anderen profitiert die Einrichtung von den unterschiedlichen Kompetenzprofilen der beiden Führungskräfte. Schließlich können mit vielseitigen Kenntnissen in der Jugendbetreuung auch viel mehr Jugendliche ansgesprochen werden. Auch der kollegiale Austausch miteinander kann bei einer Doppelbesetzung unmittelbar stattfinden.

Carl Sasse hat in seiner Arbeit für den Herbergsverein in der Netzwerk- und politischen ArbeitErfahrungen gesammelt undverfügt über vielfältige Kontakte zu verschiedensten Einrichtungen. Helene Hepner ist jung, dynamisch, frisch ausgebildet und bringt aktuellste Erkenntnisse in der Jugendpflege mit. „Eine gute Mischung“, findet Michael Elsner.

Denn nicht nur die personelle Mischung im Bienenbütteler Jugendzentrum soll passen, auch die Mischung der Inhalte soll künftig neu ausgerichtet werden. So wurde, wie berichtet, ein neues Konzept für die Arbeit im JuZ ausgearbeitet, das in erster Linie die offenen Angebote für eine breitere Zielgruppe attraktiv machen soll. „Wir möchten vor allem auch ältere Jugendliche ansprechen“, sagt Michael Elsner.

Darüber hinaus sollen eigene Aktivitäten der Bienenbütteler Jugendlichen gefördert und auch Ehrenamtliche mit ihren Ideen in die JuZ-Arbeit eingebunden werden. Die vorhandenen Gruppen-Angebote, wie zum Beispiel die Musikband oder die Tanzgruppe, sollen erhalten werden und weitere Angebote hinzu kommen.

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