Bienenbüttel: 1000 Menschen nahmen gestern an Bahnhofstraßen-Tafel Platz

Frühstück auf 320 Metern

Die Bienenbütteler Bürgerstiftung landete mit ihrer ersten Veranstaltung einen Volltreffer: Bürger und Freunde des Ortes schmausten, klönten und trafen sich an den gedeckten Tischen. Fotos: Bornemann

Bienenbüttel. Ob es die längste Frühstückstafel in Deutschland war, konnte nicht geklärt werden. Aber auf jeden Fall war es die wohl größte Tafel, die es gestern in Niedersachsen gab: Rund 1000 Menschen waren zum ersten Bürgerfrühstück nach Bienenbüttel gekommen.

Insgesamt 112 Tische und 224 Bänke waren auf einer Gesämtlänge von 320 Metern in Bienenbüttels neugestalteter Bahnhofstraße aufgestellt. Brötchen, Wurst, Käse, Rührei, Marmelade, Nutella und literweise Kaffee standen auf den Tischen. Vereine, Verbände und Dorfgemeinschaften aus den umliegenden Dörfern hatten sich Plätze reservieren lassen, um gemeinsam zu frühstücken. An vielen Stellen unterhielten Musikgruppen die Gäste. Die Stimmung war prächtig. Dass die Bahnhofstraße an diesem Tag für den Durchgangsverkehr gesperrt wurde, versteht sich von selbst.

Svenja (8) und Alexander Nierste aus Bienenbüttel lassen sich Brötchen, Rührei, Wurst und Käse schmecken.

Organisiert worden war die Veranstaltung von Bienenbüttels Bürgerstiftung und der Wirtschafts- und Tourismusgemeinschaft (WTG) Bienenbüttel. Sie hatten für Gutscheine gesorgt, die in den Geschäften an der Bahnhofstraße eingelöst werden konnten. Und nicht nur aus der Gemeinde Bienenbüttel kamen frühstücksfreudige Menschen – an der Tafel nahmen auch Bevenser und Lüneburger Platz. So zum Beispiel Hartmut Schupp aus Ochtmissen: „Wir sind mit unseren Bienenbütteler Freunden hier. Es ist eine tolle Gelegenheit, in einer wunderbaren Atmosphäre zusammen zu sein.“

Ein Ehepaar aus Bad Bevensen gratulierte Bürgermeister Heinz-Günter Waltje zu der gelungenen Veranstaltung: „Es ist wirklich schön hier, wir sind gerne her gekommen.“ Waltje selbst – er ist übrigens Vorsitzender der Bürgerstiftung Bienenbüttel – fiel an diesem Morgen ein großer Stein vom Herzen: „Wir hatten auf gutes Wetter gehofft, aber dass es so schön ist...“ Auf 300 Teilnehmer hatten die Organisatoren gehofft, dass es mehr als dreimal so viele geworden sind, darauf sind sie stolz.

Es ist die erste Veranstaltung, die seitens der Bürgerstiftung organisiert wurde. Sie hatte eine Litfaßsäule aufgestellt, an der die Bürger ihre Wünsche für den Ort anpinnen konnten. Diese waren durchaus vielfältig: kostenlose tierärztliche Versorgung für die Tiere von Bedürftigen, eine neue Sporthalle für den Ort, Erhalt des Waldbades und Veranstaltungsvorschläge wie ein Oktoberfest an der Bahnhofstraße. Und neben diesen Wünschen war immer wieder zu lesen: „eine tolle Veranstaltung“. An den Tischen wurde auch gleich diskutiert, in welchem Rhythmus sie wiederholt werden soll. Waltje: „Wir werden gemeinsam überlegen, wie wir das Bürgerfrühstück wiederholen. Heute genießen wir die gemeinsame Zeit und das schöne Wetter.“

Im Anschluss an die Frühstücksrunde öffneten die Geschäfte der WTG dann ihre Türen und luden zum Bummeln und Shoppen ein. WTG-Vorsitzender Peter Dittrich: „Nach der langen Zeit der Bauphase ist es gut, dass hier wieder Normalität in die Bahnhofstraße einkehrt.“

Von Meike Bornemann

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