Neue Agrartechnik vorgestellt

Rund 150 Besucher informieren sich beim Ackertag in Bardenhagen

+
Rund 150 Interessierte kamen jetzt nach Bardenhagen, um sich bei 13 Ausstellern beim fünften Ackertag über aktuelle Trends in der Landwirtschaft zu informieren.

Bardenhagen. Dünger, der zwei bis drei Zentimeter genau vom Landwirt auf den Acker ausgebracht wird. Beregnungsanlagen, die selbsttätig den Schlauch nachziehen. Das waren Themen auf dem fünften Ackertag von VSE und Agravis in Bardenhagen.

Die Dimensionen der Landmaschinen und auch ihr Preis nehmen immer mehr zu.

Rund 150 Interessierte kamen jetzt, um sich die neuesten technischen Entwicklungen in der Landwirtschaft anzuschauen. „Mich interessieren vor allem die anderen Arten der Bewässerung, die hier vorgestellt werden“, verrät Landwirt Udo von der Höhen aus Zaren-thien. Er schaut sich eine dänische Beregnungsanlage an, die den Schlauch selbstständig nachzieht. Das wäre eine riesige Erleichterung bei der Arbeit, da so mehr Fläche beregnet werden könnte, sagt von der Höhen. Außerdem müsse er dann nur noch alle zwei Tage die Anlage versetzen.

„Die andere Frage ist halt, was es kostet und wie man eine solche Anschaffung finanzieren kann.“ Denn heute lägen viele Geräte preislich in den Dimensionen von kleineren Einfamilienhäusern. Ansonsten nutze er die Veranstaltung, um sich über aktuelle Trends zu informieren, und zum Austausch mit den Kollegen, sagt der Zarenthiener.

Sämaschinen bringen GPS-gesteuert das Saatgut auf zwei bis drei Zentimeter genau ein.

„Mich hat die Neugier hierher getrieben“, erzählt Rentner Horst Eggers aus Melbeck. Eigentlich habe er mit der Landwirtschaft nichts am Hut, aber die Technik und die Größe der Maschinen faszinierten ihn. Es habe gewaltige Sprünge in der Technik gegeben, bestätigt Landwirt Heinz Johannsen aus Bahlburg im Landkreis Harburg: „Als ich vor 35 Jahren anfing, hatte der stärkste Traktor gerade mal 50 PS. Jetzt haben manche schon 175 PS und kosten ab 85 000 Euro aufwärts.“ Bei solchen Summen müsse man sich genau überlegen, in was investiert werde. Abgesehen davon wolle er vor allem Erfahrungen austauschen, schildert Johannsen.

„Momentan gibt es zwei Trends in der konventionellen Landwirtschaft im Kreis Uelzen: die Beregnung und der Einsatz von GPS, um effizienter arbeiten zu können“, erläutert Organisator Jens Möller von Agravis. Der Vorteil bei GPS sei die Genauigkeit beim Arbeiten. Dadurch könne zum Beispiel der Einsatz von Pestiziden reduziert werden, weil keine Überlappung mehr stattfinde und Flächen somit nicht doppelt gespritzt würden. Das Gleiche gelte für Düngemittel und Aussaat. Neben den eingesparten Kosten habe dies auch einen Nebeneffekt. Möller erklärt: „Durch die Reduzierung spart der Landwirt nicht nur bares Geld, sondern schont auch die Umwelt.“

Von Lars Lohmann

Kommentare