Bienenbütteler KA fordert, dass Kinder nach den Ferien Sicherheitsunterweisungen erhalten

Für den Ernstfall im Schulbus

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Bienenbütteler Schulkinder sollen lernen, wo der Notfallhammer hängt, wo der Feuerlöscher steht und wie man die Türen des Schulbusses manuell öffnet.

Lüneburg. Mit dem Bus zur Schule, für die Kinder aus den Bienenbütteler Ortsteilen ist das normal.

Was aber sollen sie tun, wenn es einen Notfall, vielleicht einen Unfall gibt? Die Kommunalpolitische Alternative (KA) schlägt deshalb vor, jeweils nach den Sommer- und Weihnachtsferien Sicherheitsunterweisungen für Schulkinder für das Verhalten bei Gefahrensituationen im Schulbus durchzuführen. Karl-Heinz Braunholz stellte den Antrag jetzt im Bauausschuss vor.

Er verwies auf die zahlreichen Berichte über Unfälle mit Bussen und Kindern. So stieß erst Ende Januar zwischen Ebstorf und Vinstedt ein voll besetzter Schulbus mit einem kleinen Zubringerbus zusammen, der auf einen Traktor aufgefahren war.

Auf solche und andere Situationen will die KA die Schüler vorbereiten. „Ein Kind weiß nicht, wo der Notfallhammer hängt, wo der Feuerlöscher steht und wie man die Türen manuell öffnet“, erklärte Braunholz im Ausschuss.

Die Sicherheitsunterweisungen könnten entweder ausgebildete Busfahrer übernehmen oder Mitarbeiter von Polizei oder Feuerwehr, schlägt die KA vor. Auch Ehrenamtliche könnten nach vorheriger Ausbildung diese Aufgabe übernehmen. Dabei, so die KA, sollten die Schulkinder auch lernen, wie sie sich an den drei Kreiseln im Verlauf der Bahnhofstraße zu verhalten haben.

Als Wahlkampfaktion will Braunholz den Antrag nicht verstanden sehen. Vor Jahren engagierte er sich – noch als Vater – in der Bienenbütteler Initiative „Sicherer Schulbus“. Damals ging es den Eltern darum, dass ihre Kinder nicht mehr in den überfüllten Bussen stehen sollten. Für ihre Forderung stellten sie Transparente an der B 4 auf. Die mussten sie zwar wieder abbauen, aber es wurden mehr Schulbusse eingesetzt.

Von Gerhard Sternitzke

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