Bienenbütteler zeigen sich zufrieden mit umgebauter Bahnhofstraße / Problem: Geschwindigkeit

Erfrischend und attraktiv

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Jetzt haben die Autofahrer genug Platz zum Parken: Breite Buchten neben den Geh- und Fußwegen ermöglichen längeres oder kürzeres Verweilen. Hellgraues Kopfsteinpflaster ziert die Fahrbahn.

Bienenbüttel. Mehr und vor allem größere Parkbuchten, bunte blühende Blumeninseln und helles Kopfsteinpflaster – so präsentiert sich die Bahnhofstraße in Bienenbüttel nach einer fast sechsmonatigen Umbauphase. Bürgermeister Heinz-Günter Waltje zieht eine positive Bilanz.

Und auch zahlreiche Bienenbütteler stehen hinter ihm und zeigen sich auf Nachfrage der AZ zufrieden über das Ergebnis.

„Optisch ist sie ganz schön geworden. Sie gefällt mir“, urteilt Ina Rinner. Doch ihr fehlen die alten Bäume. „Schade, dass die entfernt wurden“, ergänzt sie. Ein positives Echo schallt ebenfalls aus dem Eiscafé Fabrizio. Der Sohn des Inhabers, Gianni De Cesero meint: „Für uns ist es wunderschön, weil wir jetzt draußen Sitzplätze für unsere Gäste bereitstellen können.“ Dem stimmt auch sein Vater Fabrizio De Cesero zu. Tanja Calabrese zeigt sich über den Umbau der Straße gleichfalls zufrieden.

„Ich bin angenehm überrascht. Vor allem die grüne Bepflanzung wirkt sehr erfrischend“, bemerkt eine Bienenbüttelerin, die ihren Namen nicht nennen möchte. Harald Werner vom Textilhaus Hinrichs gefällt vor allem der Bürgersteig: „Die roten Steine sehen viel besser aus. Vorher waren dort Betonplatten, die zum Teil uneben waren. Das waren schon Stolperfallen.“

Der Inhaber und Geschäftsführer des Edeka-Marktes Bienenbüttel, Jürgen Hartwig Meyer, spricht noch einen weiteren positiven Aspekt an, den der Umbau mit sich gebracht hat. „Der Ort hat dadurch an Attraktivität gewonnen.“ Er beobachtet besonders, dass der Durchgang vom Markt zum Bahnhof gut angenommen werde.

Neben all diesen zufriedenen Äußerungen werden aber auch einige negative Stimmen laut. Eine durchgängige Meinung unter einigen Einzelhändlern wie auch Passanten lautet: „Die Autos fahren hier zu schnell durch, obwohl in der Straße Tempo 30 gilt. Daran hält sich kaum einer. Zum Teil fahren sie 70 und noch schneller.“ Vor allem im unteren Teil der Bahnhofstraße sei dies der Fall, beobachtet Edeka-Inhaber Meyer. Dieses Problem ist auch Waltje bekannt, der jedoch betont: „Wir haben die Geschwindigkeit im Zuge der Umbaumaßnahmen von 50 auf 30 reduziert, damit die Autofahrer langsamer fahren.“ Es seien keine weiteren Maßnahmen wie gewünschte Blitzgeräte oder Zebrastreifen geplant, so Waltje.

Genervt sind auch zahlreiche der Befragten vom Lärm, der vermutlich durch das Kopfsteinpflaster der Fahrbahn ausgelöst wird. „Einige Anwohner haben schon einen Brief an die Gemeinde geschrieben und darin dieses Problem erläutert. Bis heute ist noch keine Antwort gekommen“, sagt Meyer. Dazu sagt der Bürgermeister auf Anfrage der AZ: „Das Pflaster ist wohl ein bisschen lauter als der vorherige Asphalt. Doch durch die Geschwindigkeitsreduzierung wird sich auch der Lärm reduzieren.“

Doreen Lütke aus Steedorf stört sich hingegen an einem anderen Problem. „Es hieß mal, die Straße sollte seniorengerecht sein. Aber davon merke ich nichts. Sie ist relativ uneben. Und Frauen mit Absätzen haben auch ihre Probleme“, hält sie fest. Das erkennt Regina Höcker nicht. Sie ist vor allem begeistert darüber, dass die Straße nun kindgerechter sei. „Wenn man mit dem Kinderwagen hier entlanggeht, ist nun ausreichend Platz vorhanden. Und es ist jetzt mehr Leben auf der Straße.“

Von Volker Althoff

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