Bruchtorfer Jagdpächter Jan-Peter Uschkureit beklagt Schäden an Hochsitzen

„Das geht schon seit Jahren so“

+
Jagdpächter Jan-Peter Uschkureit sichtet den entstandenen Schaden. Unbekannte haben in den vergangenen Tagen den Hochsitz in der Bruchtorfer Feldmark beschädigt. Immer wieder soll es hier zu Vandalismus kommen.

Bruchtorf. Jagdpächter Jan-Peter Uschkureit ist enttäuscht. Schon wieder haben Unbekannte einen der Hochsitze in der Bruchtorfer Feldmark beschädigt. Fassungslos steht er vor dem Stuhl, den die Täter aus dem Hochsitz geworfen haben.

Links und rechts im Gebüsch liegen Scherben der Plastikfenster. „Das geht jetzt schon seit Jahren so“, erzählt der 67-Jährige. Immer wieder finden er und sein Kollege Claus-Philipp Graf herausgerissene Balken, Sicherheitsstreben und kaputtgeschlagene Leitern vor. Einen Täter haben sie bisher nicht ausfindig machen können.

Durch Zufall habe er vor drei Tagen auf seinem Kontrollgang die Schäden an der Kanzel entdeckt, sagt Uschkureit. „Die Tür stand offen, da bin ich stutzig geworden.“ Die verursachten Schäden seien nicht nur ärgerlich, sondern auch tückisch, sagt der Jagdpächter, der nun Anzeige bei der Polizei erstatten möchte. „Die Gefahr liegt darin, dass jemand aufgrund der Schäden vom Hochsitz herunterfällt“, sagt Uschkureit und zeigt auf die herausgerissenen Sicherheitsstreben. Einen konkreten Verdacht habe er nicht. „Da muss man schon sehr viel Kraft aufbringen“, sagt Uschkureit. Auch kleinere Hochsitze, sogenannte Ansitzleitern, fallen dem Vandalismus regelmäßig zum Opfer.

Vom Schnee bedeckt: ein Stuhl des Hochsitzes.

„Immer zu Beginn der Jagdsaison im Frühjahr kommen die Sachbeschädigungen“, sagt der Jagdpächter sichtlich ratlos. „Jedes Mal, wenn wir die Sitze repariert haben, sind sie kurze Zeit später wieder beschädigt.“ Er sei es leid, immer wieder von vorne anzufangen. Das koste nicht nur Kraft, sondern auch Nerven, sagt Uschkureit. Um den andauernden Beschädigungen Herr zu werden, schließe der Bruchtorfer auch den Einsatz von Wildkameras nicht aus. In der angrenzenden Jelmstorfer Feldmark seien in der Vergangenheit nicht nur Hochsitze und Ansitzleitern, sondern auch Zäune zur Wildsicherung durchtrennt und deren Pfähle aus dem Erdreich gerissen worden, sagt Uschkureit. Die Täter konnten bis heute nicht ermittelt werden, bedauert der Jagdpächter.

Mehr als die „Augen offen zu halten“, können er und Jagdpächter Claus-Philipp Graf nicht, sagt Jan-Peter Uschkureit. Zugleich bittet er die Anwohner, mögliche Sachbeschädungen im Forst ihnen und der Polizei Bevensen zu melden.

Von Melanie Jepsen

Kommentare