Schadenersatzklage abgewiesen

Landgericht urteilt: EHEC-Warnung war korrekt

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Braunschweig / Bienenbüttel. Deutschlands größter Sprossenhersteller hat nach der EHEC-Epidemie 2011 keinen Anspruch auf Schadenersatz. Das Landgericht Braunschweig hat am Dienstag die Klage eines Hamburger Unternehmens abgewiesen, das eine Million Euro Schadenersatz vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit forderte.

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Als Quelle für den lebensgefährlichen Darmkeim wurde damals ein Biohof aus Bienenbüttel benannt, das Bundesamt für Verbraucherschutz in Braunschweig gab aber eine allgemeine Warnung vor dem Verzehr von Sprossen aus. Der Bergedorfer Betrieb machte deshalb einen eklatanten Umsatzeinbruch geltend und kritisierte, dass die in Braunschweig ansässige Behörde die Hersteller unter Generalverdacht gestellt habe.

Im Tenor der 35-seitigen Urteilsbegründung heißt es, dass im vorliegenden Einzelfall die Verbraucherbelange höher bewertet werden müssten. Somit sei die vom Bundesamt herausgegebene Verbraucherwarnung berechtigt gewesen. An der EHEC-Epidemie waren in Deutschland 53 Menschen gestorben.

dpa

 

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