Bienenbütteler und Wichmannsburger planen Kontakte durch „Running Dinner“ / Geld für guten Zweck

Begegnungen am Herd

+
Bei einer Art „Rundwanderung“ zum Essen sollen sich die Menschen kennenlernen.

Bienenbüttel/Wichmannsburg. Sylvia Alps, Anett Elvers und ihre Mitstreiter haben derzeit große Erwartungen: „Wir sind ganz gespannt, wie es ankommt“, sagt Alps. Sie meint RUDI – das ist die Kurzform von „Running Dinner“.

Andernorts nennt man es „Dinner-Hopping“, und gemeint ist ein Abendessen, bei dem die Teilnehmer jeweils einen Teil eines dreigängigen Menüs vorbereiten und sich einander für die einzelnen Gänge besuchen – ohne vorher zu wissen, bei wem sie zu Gast sind oder wer die eigenen Gäste sein werden.

„RUDI“ soll am 1. März in der Einheitsgemeinde Bienenbüttel stattfinden, organisiert von der St.-Georgs-Stiftung Wichmannsburg sowie dem Förderkreis der Kirchengemeinde Bienenbüttel. Alps und Elvers gehören zu den Organisatoren, Elvers hatte die Idee aus der Uni-Stadt Göttingen mitgebracht, wo sie studiert hatte. Als Mitstreiterin der St.-Georgs-Stiftung hatte sie das „Running Dinner“ angeregt.

„Im Vordergrund steht, dass die Menschen sich einander besser kennenlernen“, sagt Sylvia Alps vom Förderkreis der Kirchengemeinde Bienenbüttel. Die Menschen in den Gemeinden sollen so zusammenwachsen. Zur Planung hat sich, sagt Alps, dann „eine kleine Mädelstruppe getroffen. Wir haben einen Schlachtplan ausgearbeitet, und hoffen, dass das aufgeht.“

Allerdings soll es auch einen Förderaspekt geben: 15 Euro sollen die Paare zahlen. Dieses Geld soll dann an die St.-Georgs-Stiftung oder an den Förderkreis der Kirchengemeinde Bienenbüttel gehen.

Wie das Ganze genauer funktioniert: Möglichst viele Paare finden sich: „Das können auch Singles sein, oder Verwandte. Man muss sich nur einen Partner suchen und sich zu zweit anmelden“, erklärt Elvers. Das Los entscheidet dann, ob ein Paar Vorspeise, Hauptgang oder Dessert vorbereiten muss. Bei den Vorspeisen-Paaren beginnt der Abend, dafür finden sich dort zwei weitere Paare ein, die mitessen. Für den Hauptgang besuchen zwei Paare dann wieder ein anderes Paar, das per Losentscheid einen Hauptgang serviert – dasselbe gilt für das Dessert. So wandern zu bestimmten Zeiten viele Paare durch die Gemeinde und treffen jeweils neue Leute. Und niemand weiß vorher, wer zum Essen kommt. Ein Programm mit den Orts- und Zeitangaben bekommen die Teilnehmer spätestens eine Woche vor Beginn.

Dabei muss niemand ein Star-Koch sein, betonen die Organisatoren. Ein „Perfektes Dinner“ muss nicht serviert werden, etwas einfach vorzubereitendes reicht. Mitmachen kann jeder, der will und eine Koch-Anschrift in der Einheitsgemeinde Bienenbüttel hat. Alps und Elvers sehen in dem „Running Dinner“ auch eine Möglichkeit für Neubürger, neue Kontakte zu knüpfen.

Nach bisherigem Plan beginnt das „Running Dinner“ um 19 Uhr. Um 20 Uhr gibt es den Hauptgang, um 21.15 das Dessert. Dazwischen ist immer eine Viertelstunde Zeit, in der nach Hoffnung der Organisatoren viele, viele Paare kreuz und quer durch die Einheitsgemeinde gehen oder fahren, um zum nächsten gastgebenden Paar zu kommen. Um 22.15 schließlich geht es zu einem Abschlusstreffen im Gemeindehaus in Wichmannsburg.

Infos und Anmeldungen unter: Telefon jeweils Bienenbüttel, (0 58 23) 95 21 16, E-Mail alps@gmx.net; 95 37 95, E-Mail anett.elvers@t-online.de; 3 10, hgbeecken@t-online.de; 14 48, maren@waltje-online.de. Anmeldeschluss ist am Sonntag, 9. Februar.

Von Kai Hasse

Mehr zum Thema

Kommentare