Nach Austritt aus der Heideregion: Gemeinde wird touristisch nicht mehr vermarktet

Bienenbüttel wird weißer Fleck

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Beim Bündeltag der „Vitalheide“ war Bürgermeister Merlin Franke (l.) noch dabei – nun geht Bienenbüttel eigene Wege.

nre Bienenbüttel/Landkreis. Die Gemeinde Bienenbüttel wird nach der Entscheidung der Politik, aus der Heideregion Uelzen auszusteigen (AZ berichtete), zu einem weißen Fleck in der Tourismusvermarktung des Landkreises.

Attraktionen wie die Addenstorfer Heide oder der Bauerngarten in Niendorf werden künftig in Broschüren und Ausflugskarten der Heideregion nicht mehr zu finden sein und die Vermieter sind auf sich allein gestellt, wenn es um das Bewerben ihrer Angebote geht. In dem Gastgeberverzeichnis der Heideregion, das bei Anfragen verschickt und bei Messen verteilt wird, werden sie nicht mehr berücksichtigt. Die Vermieter seien über die Konsequenzen in einem Rundschreiben informiert worden, schildert gestern Harald Benecke, Erster Vorsitzende der Heideregion, die den Landkreis vermarktet.

Im Juni hatte die Bienenbütteler Politik nicht nur den Austritt aus der Heideregion erklärt, sondern sich auch gegen eine Mitgliedschaft beim Dienstleistungszentrum „Vitalheide“ entschieden, mit dem der Tourismus der Region besonders in dem Gebiet Gesundheit befeuert werden soll. Als Gründe wurden vor allem die Kosten für die Mitgliedschaften von 12 000 Euro angeführt.

Eine Alternative zu den gezogenen Konsequenzen habe es nicht gegeben, wenngleich die touristische Vermarktung der gesamten Region beschnitten werde, sagt Harald Benecke. Die Gemeinde habe entschieden, nicht mehr der touristischen Solidargemeinschaft – die Heideregion wird von den Kommunen und dem Landkreis getragen – anzugehören. So könnten keine Leistungen erbracht werden, für die nicht gezahlt werde.

Von Norman Reuter

Einen weiteren Artikel dazu lesen Sie am Dienstag im E-Paper und in der Printausgabe der AZ.

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