Bürger kritisiert Verschwendung der Bahn

Beleuchtung rund um die Uhr

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Dauerbeleuchtung im Bienenbütteler Bahnhof. 

stk Bienenbüttel. Bernd Kamionka ärgert sich über die Bahn. Die Lampen im Bienenbütteler Bahnhof leuchten rund um die Uhr, kritisiert der 52-jährige Anwohner. Bereits vor einem Vierteljahr habe er den Staatskonzern informiert, passiert sei nichts.

Die Energieverschwendung wurmt ihn. „Die kriegen es nicht mal hin, eine Schaltuhr auszuwechseln“, schimpft Kamionka. „Und irgendwann werden die Fahrpreise erhöht.“

„Die automatisch geschaltete Beleuchtungsanlage war in der Vergangenheit tatsächlich mehrfach gestört“, bestätigt ein Bahnsprecher. Die Ursachen seien Kabelschäden, Defekte am Dämmerungsschalter oder an der Steuerungselektronik. „Die Störungen wurden immer wieder behoben“, betont der Sprecher, fügt aber hinzu: „Kommt es zu einem entsprechenden Störfall, wird die gesamte Beleuchtung aus Sicherheitsgründen automatisch auf Dauerbetrieb gestellt.“ Hierzu sei die Bahn verpflichtet.

So ist es auch, als die AZ auf dem Bahnhof vorbeischaut. 19 Lampen auf der Bahnhof-Westseite brennen. Schuld ist offenbar eine vorgeschriebene Technik zur Fernüberwachung. „Leider sind die Überwachungsbausteine nicht nur extrem anfällig für Störungen, sondern auch schwer zu beschaffen“, bedauert der Sprecher. Nach neuen Gutachten sei die Fernüberwachung an kleineren Bahnhöfen jedoch nicht nötig. Eine Änderung der Lampen befinde sich derzeit in Planung.

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