Nachdem vorerst von 40 Proben 23 negativ auf Keime getestet wurden, reisen weitere Spezialisten nach Bienenbüttel

AZ-Blitz: EHEC-Taskforce auf dem Weg nach Uelzen / Kein Kommentar zu "Hygienefragen" vom Kreis

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Aufgrund bisheriger Erfahrungen bei der Untersuchung eines Teiles der Proben (insbesondere der Saaten) gehen Experten davon aus, dass intensive analytische Anstrengungen unternommen werden müssen, um den vermuteten Erreger zweifelsfrei nachweisen zu können.

dpa/mdk Uelzen/Bienenbüttel. Die Ermittlungsaktivitäten im Zusammenhang mit der vermuteten EHEC-Kontamination von Sprossen eines Gartenbaubetriebes im Landkreis Uelzen werden mit Hochdruck fortgeführt.

Umfangreiche Lieferlisten des Bienenbütteler Unternehmens werden aktuell ausgewertet und mit neuen Informationen zu EHEC-Ausbrüchen sowie laufend eingehenden ergänzenden Informationen aus anderen Bundesländern abgeglichen. Bereits heute wird ein Team des Bundesinstitutes für Risikobewertung und Robert Koch Institutes in den Kreis Uelzen reisen, um gemeinsam mit der Lebensmittelüberwachungsbehörde und dem LAVES weitere Erkenntnisse zu möglichen Kontaminationswegen zu gewinnen.

Schwer tun sich die Behörden mit einer Antwort darauf, ob der unter EHEC-Verdacht geratene Gärtnerhof in Bienenbüttel überhaupt schon einmal auf Hygienefragen untersucht worden ist. Aus dem zuständigen Uelzener Kreishaus heißt es am Montag: Kein Kommentar. Mehr dazu in der aktuellen Ausgabe von AZ-TV.

Im Rahmen einer gemeinsamen Betriebskontrolle soll zudem eine weitere umfangreiche Beprobung von Rohstoffen und Bearbeitungsgegenständen erfolgen. Bisher konnte der fragliche Ausbruchsstamm noch nicht nachgewiesen werden. Von 40 eingesendeten Proben wurden bisher 23 Proben mit einem negativen Ergebnis abgeschlossen.

Bei den übrigen Proben laufen weitere Untersuchungen. Da seit dem vermuteten ersten Geschehen schon mehrere Wochen vergangen sind, gestaltet sich die Suche nach dem Erreger sehr schwierig. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen bei der Untersuchung eines Teiles der Proben (insbesondere der Saaten) gehen wir davon aus, dass intensive analytische Anstrengungen unternommen werden müssen, um den vermuteten Erreger zweifelsfrei nachweisen zu können.

Ein kurzfristiger Abschluss der Untersuchungen und der Kontaminationsabklärung ist jedoch nicht zu erwarten.

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