Gremium hat bereits nichtöffentlich getagt / Alle Ortsteile werden betrachtet

Gemeinde Bienenbüttel: Arbeitskreis sucht Bauland

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Viele Familien suchen ein Grundstück in Bienenbüttel, aber nicht immer sind die Anwohner begeistert. Der neue Arbeitskreis Siedlungsentwicklung nimmt jetzt das gesamte Gemeindegebiet für neues Bauland unter die Lupe.

Bienenbüttel. Der Wunsch nach einem Häuschen im Grünen treibt junge Familien weiterhin um. Doch nicht immer sind die Anwohner begeistert, wenn in ihrer Nachbarschaft neues Bauland geschaffen wird.

Die Gemeinde Bienenbüttel geht jetzt einen neuen Weg: Ein Arbeitskreis (AK) soll geeignete Flächen im gesamten Gemeindegebiet identifizieren, bevor das nächste Neubaugebiet ausgewiesen wird (AZ berichtete). Im Dezember hat die erste nichtöffentliche Sitzung des AK Siedlungsentwicklung stattgefunden. Das teilte die Gemeinde gestern mit.

„Dabei sollen alle Ortsteile betrachtet und im Hinblick auf eine mögliche Siedlungsentwicklung hin analysiert werden“, heißt es in der Pressemitteilung. Auch die Folgen einer Baulandausweisung werden thematisiert. So bedeuten neue Familien einen höheren Bedarf an Kita- und Schulplätzen, sie können die Einrichtungen der Gemeinde aber umgekehrt auch sichern.

In dem Arbeitskreis haben CDU und Kommunalpolitische Alternative (KA) je zwei Sitze, SPD und Grünen je einen. Bei jeder Sitzung des Gremiums wird der Ortsvorsteher des betroffenen Orts eingeladen. „Damit ist sichergestellt, dass sowohl der lokale Bedarf als auch die spezielle Kenntnis der Situation vor Ort Eingang in die Beratung des Arbeitskreises finden können“, heißt es in der Mitteilung.

Bürgermeister Dr. Merlin Franke hatte bereits früher darauf hingewiesen, dass die Sitzungen nichtöffentlich sein müssten, um eine Spekulation mit Grundstücken zu verhindern. Damals hatte Franke auch betont, dass regelmäßig Aufstellungsbeschlüsse für potentielle Baulandflächen gefasst werden müssen. Damit sichere sich die Gemeinde ein Vorkaufsrecht – vorläufig, bis zur endgültigen Auswahl in einem zukünftigen Flächennutzungsplan.

Laut Pressemitteilung ist es auch nicht möglich, alle Eigentümer und Anwohner potentieller Siedlungsflächen sofort und umfassend zu informieren. „Gleichzeitig sichern die Gremien und die Gemeindeverwaltung jedoch allen Betroffenen zu, in regelmäßigen Abständen über die Arbeit des Arbeitskreises Flächennutzungsplanung zu berichten“, wird betont. In der AZ, im Mitteilungsblatt und im Internet werde darüber informiert. „Bitte informieren Sie sich daher in den kommenden Wochen und Monaten regelmäßig über den aktuellen Planungsstand!“, rät die Gemeinde.

Bevor Bauausschuss, Verwaltungsausschuss und Rat sich mit den Vorschlägen befassen, soll es mehrere öffentliche Informationsveranstaltungen geben, kündigt die Gemeinde an. Außerdem könnten die Bürger ihre Ortsvorsteher mit Fragen und Ideen ansprechen.

Von Gerhard Sternitzke

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