Personaldecke in Bienenbüttel dünn

Arbeiten am Limit im Rathaus

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Im Rathaus Bienenbüttel wird das Personal knapp. Das berichtete Kämmerer Frank Hagel.

Bienenbüttel. Mehrere Einsparungen im Bereich Personal der Verwaltung plant die Einheitsgemeinde für das kommende Jahr. Sie will gegensteuern, denn die Personalkosten werden im Vergleich zu 2013 steigen.

Für 2013 beträgt der Personalposten im Haushalt 1,558 Millionen Euro, für 2014 sind es rund 21 000 Euro mehr. In den Haushalt ist eine tarifliche Erhöhung des Gehalts von drei Prozent vorgesehen. Die nun geplanten Einsparungen sorgten für Bedenken im Wirtschaftsausschuss der Gemeinde. Denn die Personaldecke wird dünn.

Im Jahr 2014 soll eine Planstelle mit einer Teilzeitkraft ersetzt werden. Eine weitere Planstelle wird nach den Entwürfen der Verwaltung nicht besetzt. Außerdem soll ein Mitarbeiter auf eigenen Wunsch nach seiner Ausbildung nicht weiterbeschäftigt werden, eine Planstelle wird mit jüngerem Personal besetzt.

Die Arbeit sei die gleiche geblieben, meinte dazu Ausschussmitglied Stefan Waltje. „Reicht da die Personaldecke?“ fragte er den Kämmerer und Allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters, Frank Hagel. Der verzog gequält das Gesicht: „Es ist knapp. Aber es geht – wenn alle da sind.“ Das bedeutet: Wird jemand krank, geht es nicht mehr. Hagel gab zu bedenken, dass auch zu viel Arbeit ungesund sei und mögliche Krankheitsspannen bei älteren Mitarbeitern länger währen. Gerade in der Zeit, in der die Verwaltung an der Erstellung der Eröffnungsbilanz 2011 arbeite – einer Gegenüberstellung des Besitzes mit den finanziellen Verpflichtungen in der Kommune –, sei weniger Personal „gefährlich“, so Hagel. „Die Personaldecke ist nicht unendlich ausquetschbar“, meinte er, gerade bei Arbeitsspitzen wie der Arbeit an Haushalt oder Bilanzen sei die Grenze bald erreicht. Sein eigener Bereich, so der Kämmerer, habe fünf Planstellen. Dreieinhalb davon seien besetzt.

Von Kai Hasse

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