Klusfeld-Spielplatz in Hohenbostel liegt seit eineinhalb Jahren brach / Mängel auch in Neu-Steddorf

Nur ein „Abstellgleis“ für Kinder?

Autoreifen statt spielende Kinder sind auf dem Gelände im Neubaugebiet Kleine Koppel zu sehen. Geräte sind defekt und funktionieren nicht. Foto: Althoff

Hohenbostel. Ein Holzgerüst, an der mal eine Nestschaukel hing; eine Tischtennisplatte, die ungenutzt und trist aussieht; eine nicht funktionierende Wasserpumpe und Autoreifen, die sich auf einem Sandplatz stapeln:

So präsentiert sich der Spielplatz Klusfeld im Ortsteil Hohenbostel – und das vor dem Hintergrund, dass der Ort mit knapp 900 Einwohnern der größte sei, wie Ortsvorsteherin Diana Wendt-Dittmer betont. Sie will keine Kritik üben, aber darauf aufmerksam machen, wie es um die Anlage derzeit bestellt ist.

„Seit ungefähr eineinhalb Jahren liegt der Spielplatz brach“, beschreibt Wendt-Dittmer. Es müsse etwas passieren, sagt sie. „Viele Kinder wollen hier gerne spielen, aber können es nicht.“ Zum größten Teil seien es Mädchen und Jungen aus dem anliegenden Neubaugebiet Kleine Koppel, erläutert Wendt-Dittmer. Dabei handelt es sich allein um eine Größenordnung von etwa 30 bis 40. „Aber es kommen auch viele Kinder aus Bienenbüttel hier her“, erzählt die Ortsvorsteherin. Unter ihnen seien auch größere. Anziehungspunkt auf dem Spielplatz sei vor allem die Wasserpumpe, die derzeit nicht funktioniert. „Die müsste mal durchgespült werden, damit sie wieder in Gang kommt“, so Wendt-Dittmer.

Über den vorherrschenden Zustand, den Wendt-Dittmer als „Abstellgleis“ bezeichnet, sind viele Anwohner empört. „Wir, aus der kleinen Koppel, stehen mit unseren Kindern da“, äußert sich Marc Koch verärgert. Er ist enttäuscht, dass auch der Spielplatz Waschberg brach liegt. Vermutlich habe vor einem Jahr ein Bauhofmitarbeiter der Gemeinde Bienenbüttel festgestellt, dass das Gelände nicht mehr zu betreten sei. „Daraufhin wurden alle Spielgeräte abgebaut“, beklagt sich Koch.

Die Ursache für die Missstände erklärt Bienenbüttels Bürgermeister Heinz-Günter Waltje mit einem „Umbruch im Bauhof“. Auf diese Begründung verweist ebenfalls Bauamtsleiter Uwe Gundlach. Es habe eine Unterbesetzung gegeben. Gundlach hat inzwischen mit Anlieger Koch und dem Sachbearbeiter aus dem Bauamt, Christoph Fröhlich, ein Gespräch geführt. Das hat unter anderem ergeben, dass die Schaukel laut Gundlachs Aussagen am 5. Oktober repariert werden soll. Außerdem solle der Erdhügel, der zurzeit mit Unkraut zubewachsen ist, erneuert werden. „Da kommt eine Rutsche hin. Und wir wollen für den Winter eine Rodelbahn einrichten.“ Zudem solle an der Pumpe eine Wasserbohrung durchgeführt werden, um reineres Wasser zu erhalten, bestätigt Bauamtsleiter Gundlach auf AZ-Anfrage.

Von Volker Althoff

Kommentare