„Nordjob Lüneburger Heide“: Chance für beide Seiten

1200 Schüler informieren sich über Karrieren bei Unternehmen

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An insgesamt 48 Ständen konnten sich die Schüler auf der „Nordjob Lüneburger Heide“ über Karrierechancen informieren, auch bei der Bundeswehr.

Bienenbüttel. Dichtes Gedränge herrscht in der Ilmenauhalle. 1200 Schüler werden gestern und heute zur „Nordjob Lüneburger Heide“ in Bienenbüttel erwartet. Sie können sich an 48 Ständen über Zukunftsperspektiven informieren und vielleicht ihren Traumjob finden.

Wie auch Ole Schröder, Schüler der 11. Klasse des Uelzener Lessing-Ggymnasiums, der sich beim Stand eines Finanzinstituts über eine Ausbildung als Bankkaufmann erkundigt. „Ich will schauen, ob das überhaupt etwas für mich wäre. Dazu ist die Messe ja auch da“, so Ole. Ansonsten würde er sich halt die Stände anschauen, die ihn interessieren. Auf jeden Fall wollen er und sein Mitschüler Linus Ziegler sich den Stand der Bundeswehr besuchen. Dort etwas zu machen, könne er sich durchaus vorstellen, so Linus.

Einfach so spazieren die Schüler aber nicht über die Messe, sie alle haben Gesprächstermine bei Unternehmen oder Fachhochschulen. „Wir wollen verhindern, dass es Gruppen gibt, die nur zum Stifte holen da sind“, sagt Kathrin Walsch, Geschäftsführerin des Instituts für Talenentwicklung Nord GmbH, die die Messe organisiert. Daher wird der Besuch der „Nordjob“ in den 35 teilnehmenden Schulen über ein ganzes Jahr vorbereitet. Die Messe selbst sollen die Schüler laut Walsch als Chance sehen, ihre Möglichkeiten und Interessen auszuloten. „Wenn sie dann einen Tick selbstbewusster aus den Gesprächen bei den Unternehmen herausgehen, haben wir ein Ziel erreicht“, sagt sie.

Aber auch die Unternehmen würden profitieren, sagt Miriam Bechtloff von Uelzena. Viele der Schüler würden gezielt nach den Ausbildungsmöglichkeiten im Betrieb fragen und seien gut vorbereitet. „Als Unternehmen haben wir dann auch die Chance, uns gezielt Nachwuchs zu suchen“, so Bechtloff.

Nicht nur Schüler können sich heute noch auf der Messe informieren. Auch für Flüchtlinge gibt es ein Informationsangebot. Ab 13 Uhr werden ihnen Chancen und Möglichkeiten einer Ausbildung vorgestellt und was überhaupt der Sinn einer dualen Ausbildung ist.

Von Lars Lohmann

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