Ganztagsbetrieb in den Schulen der Samtgemeinde Aue: Platz für Küchen fehlt

Wohin mit der Mensa in den Grundschulen?

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In diesem Raum in der Grundschule Wieren könnte die Mensa entstehen, schlug Schulleiter Wolfgang Hadel (links) vor. Im Hintergrund führt die Tür zur alten Schulküche.

Wrestedt/Wieren/Bad Bodenteich. Es mangelt am Platz. Das ist das Ergebnis einer Bereisung der drei Grundschulen der Samtgemeinde Aue in Bad Bodenteich, Wieren und Wrestedt durch den Schulausschuss.

Das Gremium besichtigte die Gebäude, um sich über den Raumbedarf für einen Ganztagsbetrieb an den Schulen zu informieren. Insbesondere in den Grundschulen Bad Bodenteich und Wrestedt fehlt es laut den Schulleiterinnen Ursula Karfeld und Annette Schneider an einem geeigneten Raum für eine Mensa. Außerdem sei 2017 als Start eines Ganztagsbetriebs nicht mehr zu halten.

„Einen Platz für die Mensa zu finden, ist die größte Herausforderung“, sagt Ursula Karfeld. In ihrer Schule in Bodenteich gebe es keinen geeigneten Raum, um 30 Plätze zum Essen zu schaffen. Der Hort platze jetzt schon aus allen Nähten. „Die Hortgruppen müssen jetzt schon in Schichten in einem Raum essen “, berichtet Christiane Kruse (CDU), die selbst Lehrerin an der Grundschule Bad Bodenteich ist, den anderen Ausschussmitgliedern. Hinzu kommt noch ein Problem: Die Schule an den Seewiesen ist ein Sanierungsfall. „Solange nicht ein Umbau oder Neubau erfolgt ist, wäre eine große Investition sehr schwierig“, so Ursula Karfeld. Alles andere, was eine Ganztagsschule beinhalten würde, sei hingegen hinzukriegen.

Ähnliche Platzprobleme hat auch die Grundschule in Wrestedt. „Momentan haben wir keinen Raum, um an 30 Personen Essen zu verteilen“, sagt Schulleiterin Annette Schneider. „Der Raum des benachbarten Jugendzentrums wäre zwar ideal für eine Mensa, aber das würde denn das Aus für das JUZ bedeuten“, sagt Annette Schneider. Dies könne niemand wollen.

Platz für eine Mensa gibt es zumindest in der Wierener Grundschule. Dort kann laut Schulleiter Wolfgang Hadel ein bisher als Schulkindergarten genutzter Raum genutzt werden. Der Vorteil: Die Küche befindet sich in einem angeschlossenen Raum. „Wieren wäre wohl am schnellsten umzusetzen“, sagt Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke. Doch auch dort müsste noch einiges passieren. „Momentan hat der Raum einen echten 50er-Jahre-Flair, und man hat das Gefühl, in einem Keller zu sein“, sagt Wolfgang Hadel. Das müsste im Zuge eines Umbaus beseitigt werden. Für andere Aktivitäten seien auch Raumkapazitäten vorhanden.

Damit der Schulausschuss sich ein noch genaueres Bild von den Anforderungen an einen Ganztagsbetrieb machen kann, soll in seiner nächsten Sitzung die Schule in Oldenstadt besichtigt werden. In einem nächsten Schritt soll der Ausschuss laut Benecke dann eine Empfehlung über Ganztagsschulen in der Samtgemeinde treffen. Die endgültige Entscheidung, ob es Ganztagsschulen geben wird und wie viele es sein werden, liegt dann beim neuen Samtgemeinderat nach der Kommunalwahl am 11. September, so Benecke.

Von Lars Lohmann

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