Klares Votum gegen weitere Windräder durch den Rat der Gemeinde Lüder

Windkraft? Nein, danke!

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Die Windkraftanlage sudöstlich von Langenbrügge und ihre geplante Erweiterung war eines der Themen der Ratssitzung der Gemeinde Lüder.

Langenbrügge. Der Antrag von Ratsherr Wolfgang Schulze (SPD) wurde klar und deutlich mit drei zu sieben Stimmen abgelehnt:

Er wollte, dass der Gemeinderat von Lüder auf seiner Sitzung in Langenbrügge positiv zur Windkraft Stellung bezieht und zusätzliche Flächen für Windparks vom Landkreis in der Gemeinde ausweisen lässt.

„Wir sollten uns klar positionieren und einen Bürgerpark machen“, sagte Wolfgang Schulze über seinen Antrag. Hierdurch erwarte er höhere Einnahmen und eine billigere Energieversorgung. Insgesamt könnten so die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde verbessert werden, ist er überzeugt und man werde von fossilen Energieträgern unabhängiger. „Es gibt in der Gemeinde Lüder keine weiteren Flächen für Windkraftanlagen“, gab Gemeindedirektor Alexander Kahlert zu bedenken. Denn der Landkreis Uelzen habe in seinem Regionalen Raumordnungsprogramm bisher alle Flächen der Gemeinde Lüder ausgeschlossen, berichtetete er. Auch innerhalb des Rates stieß der Vorstoß auf ein geteiltes Echo. „Auf den Menschen wird keine Rücksicht genommen“, meinte Ratsfrau Marie-Luise Stünkel (WGA), während Tankmar Sauer (WGA) feststellte: „Windenergie ist bisher in der alten Samtgemeinde Bodenteich stiefmütterlich behandelt worden.“ Die erste stellvertretende Bürgermeisterin Christiane Kruse (CDU) lehnte den Antrag von Wolfgang Schulze ab, weil er nicht „sinnbringend“ sei und Beeinträchtigungen für die Einwohner beinhalte. Zudem sollte man erst mit den Leuten sprechen, riet Klaus Meyer (CDU). So wurde der Vorschlag schließlich mit drei zu sieben Stimmen abgelehnt.

Außerdem wurde der Gemeinderat von Bürgermeister Jürgen Schulze (CDU) und Alexander Kahlert über den Stand beim geplanten dritten Windrad südöstlich von Langenbrügge informiert. Es sorgt für Unmut im Ort, da es zunächst neben zwei bereits existierenden geplant wurde. „Wir sind in Verhandlungen mit dem Betreiber“, berichtete Jürgen Schulze, „und haben weiter vom Ort entfernte Flächen ins Auge gefasst.“ Dabei kommt auch ein Gebiet in Betracht, das bisher vom Landkreis aufgrund eines Gutachtens zur Vogelwelt als kritisch einsgestuft wurde und für das der Betreiber momentan ein Gegengutachten erstellen lässt, sagte Kahlert. Gleichzeitig stellte er klar, dass kein Antrag auf Genehmigung beim Landkreis eingereicht wurde, mit dem Schattenwurf und Lärmimmission überprüft werden. „Solange der offizielle Antrag beim Kreis nicht eingereicht ist, geschieht nichts“, meint Kahlert.

Von Lars Lohmann

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